Saisonkalender Gemüse Blumenkohl

Saisonkalender Gemüse Blumenkohl

Blumenkohl

Der edle Blumenkohl ist aus den Küchen dieser Welt nicht mehr wegzudenken, und zwar ganz zurecht. Blumenkohl hat einen feinen Geschmack und ist in der Küche vielfältig einsetzbar. Besonders auch wegen seiner vielen gesunden Eigenschaften sollten wir ihn während seiner Saison von Mai bis November regelmäßig auf unseren Speiseplan setzen.

Was ist Blumenkohl?

Blumenkohl (Karfiol) (Brassica oleracea var. botrytis), der häufig auch „italienischer Kohl“ genannt wird, ist eine Zuchtform des Gemüsekohls und eng verwandt mit anderen, sehr bekannten Kohlsorten wie Broccoli, Rosenkohl und Kohlrabi. Genau wie diese ist er Teil der Familie der Kreuzblütengewächse. Er gehört gemeinsam mit Brokkoli zu den beliebtesten Kohlsorten, ist im Anbau aber etwas anspruchsvoller. Im Gegensatz zu vielen anderen Kohlsorten ist genau wie beim Brokkoli die Besonderheit des Blumenkohls, dass hauptsächlich der Blütenstand und nicht ausschließlich die Blätter zu Verzehr genutzt werden. Der Blütenkohl wächst an einem kurzen Strunk knapp über dem Boden.

Zunächst wachsen aus diesem Strunk ovale, leicht gewellte Blätter, in deren Mitte sich dann der feste, meist weiße Kohlkopf aus dicken und verschlossenen Blütenknospen bildet, die sich später in kleinere Blumenkohlröschen teilen lassen. An seine Umgebung hat der Blumenkohl verschiedenste Ansprüche. Am besten gedeiht er in lehmigen und nährstoffreichen sowie kalkhaltigen Böden, die ausreichend Wasser halten können und der edle Kohl bevorzugt zudem einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Von zu starker, direkter Sonneneinstrahlung sollte Blumenkohl jedoch geschützt werden, indem der Kohlkopf mit Blättern abgeschirmt wird, da der essbare
Blütenstand von starker Sonneneinstrahlung vergilbt.

Saisonkalender Gemüse Blumenkohl

Blumenkohl, regional auch Karfiol genannt, hat von Mai bis September Saison, er ist ein echter Allrounder in der Küche, gesund, lecker und kalorienarm.

Doch wer nun meint nur der allseits bekannte, weiße Blumenkohl sei das einzig Wahre, vertut sich. In der Tat gibt es Blumenkohl-Sorten, die durch ein geschicktes Spiel mit Licht ganz bewusst mit einer grünen, gelben oder violetten Farbgebung beeindrucken. Diese farbenfrohen Sorten werden hauptsächlich in Frankreich und Italien angebaut. Von Aussaat bis Ernte benötigt das Sommergemüse ca. acht bis zwölf Wochen, seine Reife erkennt man am großen Blumenkohlkopf, der eine feste Konsistenz haben sollte. Blumenkohl muss grundsätzlich mit Strunk geerntet werden. Die Ernte im Freiland ist von Frühjahr bis Herbst möglich, in Regionen mit eher mildem Winter kann Blumenkohl auch über den Winter geerntet werden. Geschmacklich überzeugt Blumenkohl mit einem milden und dezenten Aroma, das häufig auch denjenigen schmeckt, die sonst einen großen Bogen um Kohl machen.

Saisonkalender Gemüse Blumenkohl
Saisonkalender Gemüse Blumenkohl

Wann ist Blumenkohl-Saison?

Blumenkohl hat in Deutschland von Frühjahr bis Spätherbst Saison. Bereits im April ist der erste Blütenkohl aus dem sogenannten geschützten Anbau erhältlich. Frisch vom Feld kann man den leckeren Kohl bei uns in Deutschland aus heimischem Anbau von Mai bis November erhalten, was ihn für uns zu einem super Sommer- und Herbstgemüse macht. Durch ein milderes Winterklima wird Blumenkohl in anderen europäischen Ländern wie Italien, Spanien oder Südfrankreich auch über den Winter angebaut und geerntet. Das macht ihn für uns durch Importe im Handel ganzjährig verfügbar. Natürlich macht es aber Sinn ihn besonders in seiner Saisonzeit häufig in unseren Speiseplan zu integrieren und so von frischem, nicht weit gereistem Gemüse zu profitieren und dabei heimische Landwirtschaftsbetriebe zu unterstützen.

Wie kann ich die Frische von Blumenkohl beurteilen?

Beim Kauf von Blumenkohl solltet ihr auf schöne, grüne Blätter, einen saftigen und festen Strunk sowie eine feste und fleckenlosen Blütenkopf aus prallen Blumenkohlröschen achten. Frischer Karfiol hat außerdem keinen intensiven Kohlgeruch. Ist der Kohl bereits fleckig oder dunkel verfärbt, die Blätter gelblich oder welk und riecht schon sehr intensiv liegt er vermutlich schon eine Weile und man sollte vom Kauf lieber absehen.

Wie wird Blumenkohl am besten gelagert?

Am besten schmeckt Blumenkohl, wenn er ganz frisch zubereitet und verzehrt wird, aber müsst ihr den Blumenkohl mal ein paar Tage aufbewahren ist das auch kein Problem. Könnt ihr euren Blumenkohl nicht am selben Tag verbrauchen, lagert ihn möglichst im Gemüsefach eures Kühlschranks, dort hält er sich ca. 4 bis 5 Tage. Diese Haltbarkeit könnt ihr ein wenig unterstützen, indem ihr den Kohlkopf in Folie oder ein feuchtes Geschirrtuch wickelt. Eine hervorragende Möglichkeit euren Blumenkohl haltbar zu machen ist das Einfrieren. Ihr könnt den gewaschenen Blumenkohl in einzelne Röschen trennen und kurz blanchieren. Nachdem der Brokkoli etwas abgetropft und abgekühlt ist, lässt er sich wunderbar einfrieren und hält sich im Gefrierfach für ein halbes Jahr.

Ihr könnt den Blumenkohl auch bereits für den weiteren Zweck vorbereiten. In Zeiten, in denen sich die Low-Carb-Ernährungsweise großer Beliebtheit erfreut, hat auch der Traubenkohl nochmal einen ganz neuen Aufschwung erlebt. Besonders beliebt ist Blumenkohl-Reis, der eine kalorien- und kohlenhydratarme Alternative zu herkömmlichen Reis bietet und ganz einfach mit einer Küchenmaschine herzustellen ist. Der klein gehackte Blumenkohl kann dann ganz unproblematisch in einem Gefrierbeutel eingefroren werden und hält sich bis zu 6 Monaten im Gefrierschrank.
Eine weitere Option besteht darin, den Karfiol ähnlich wie saure Gurken einzulegen und so haltbar zu machen. Dazu bietet sich ein klassisches Rezept mit Knoblauch, Essig, Gewürzen und Kräutern an. Der Blumenkohl erhält damit ein würziges und kräftiges Aroma und bleibt lange haltbar.

Saisonkalender Gemüse Blumenkohl
Saisonkalender Gemüse Blumenkohl

Zubereitung von Blumenkohl

Die Zubereitung von Blumenkohl (Karfiol) ist kinderleicht. Grundsätzlich solltet ihr Blumenkohl vor dem Zubereiten von seinen Blättern befreien und gründlich mit fließendem Wasser abwaschen. Je nachdem, was ihr anschließend mit eurem Blumenkohl anfangen möchtet, könnt ihr ihn in einzelne Röschen teilen, indem ihr sie am Strunk abschneidet oder ihn auch im Ganzen verwenden. Ihr solltet vermeiden den Blumenkohl zu lang zu kochen, um seine vielen gesunden Nährstoffe zu erhalten, er darf auch noch etwas Biss haben. Eine prima Alternative ist das Dünsten.

Der Blütenkohl ist eine tolle Beilage zu Fleisch, Fisch und Geflügel und schmeckt mit und ohne Soße super gut. Egal ob gekocht, gedünstet, gebraten, gegrillt oder sogar frittiert kann er eigentlich zu fast jeder Gelegenheit mit auf dem Teller landen. Er ist eine tolle Ergänzung zum herkömmlichen Suppengemüse und kann als Zutat eine Vielzahl an Suppen und Eintöpfen aufpeppen. Auch in Aufläufen und leckeren Gemüsepfannen macht Blumenkohl eine gute Figur.

Einen besonders hohen Stellenwert hat Blumenkohl im Rahmen der Low-Carb-Ernährungsweise, da er sich hervorragend dazu eignet kohlenhydratreiche Lebensmittel wie Reis oder Mehl zu ersetzen. So finden sich allerhand Rezepte für Blumenkohlreis oder sogar Pizzateig aus dem weißen Kohl. Auch Veganer und Vegetarier haben das leckere Gemüse für sich entdeckt und von Blumenkohl-Wings über Blumenkohl-Schnitzel ist alles möglich. Blumenkohl kann auch roh verzehrt werden, verliert dann allerdings ein wenig an seiner sonst sehr hervorzuhebenden Bekömmlichkeit. Auf meinem Blog findest du eine Auswahl an leckeren Rezepten mit Blumenkohl wie zum Beispiel ein leckerer Blumenkohl-Brokkoli-Grüner Spargel-Auflauf, ein herzhafter Blumenkohl-Brokkoli-Auflauf mit Kartoffeln und eine cremige Blumenkohlsuppe mit Pesto und Flusskrebsen.

Blumenkohl-Sorten

Den meisten von uns wird beim Begriff Blumenkohl sofort ein Bild des weißen, mit grünen Blättern gesäumten Kohls vor den Augen erscheinen und auch wenn dies wohl die gängigste und am häufigste angebaute Form des Blumenkohls ist, überrascht das leckere Gemüse mit einer überraschenden Vielfältigkeit. Grundsätzlich unterscheidet man bei den zahlreichen verschiedenen Blumenkohl-Sorten zwischen Geschmack, Farbe und Erntezeit. Ich möchte vor allem die Farbenvielfalt des beliebten Kohls hervorheben und euch hier einige Blumenkohl- Varianten vorstellen. Weißer Blumenkohl ist die bekannteste und beliebteste Variante des Kohlgemüses in Deutschland und nimmt sowohl im kommerziellen Anbau als auch in den privaten Gemüsebeeten der Deutschen den ersten Platz ein.

Zu den bekanntesten Sorten unter Landwirten und Hobbygärtnern zählen die folgenden Sorten: Erfurter Zwerg, Alpha, Clapton, Fremont, Burt, Neckarperle und Palla de Neve. Farbenfrohe Blumenkohl-Sorten erfreuen sich in Deutschland bisher nicht so großer Beliebtheit, sind aber in anderen europäischen Ländern, insbesondere in Italien ein absoluter Renner. Der Blütenkohl wird durch seine Blätter weniger vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt und erhält dadurch wesentlich dunklere Farben. Ein großer Vorteil dieser Varianten besteht vor allem in einem höheren Vitamingehalt und einem kräftigeren Geschmack. Eine gängige gelb/orange Blumenkohl-Sorte ist
zum Beispiel Cheddar. Zu den beliebtesten violetten Blumenkohl-Sorten zählen Rosalind, Di Sicilia Violetta und Graffiti, wobei die beiden letzteren nur im rohen Zustand violett sind und sich während des Kochens grün färben. Die wohl bekannteste grüne Blumenkohl-Sorte ist der Romanesco, auch „Türmchen-Blumenkohl“ genannt, er ist sehr fein im Geschmack und hat einen hohen Chlorophyllgehalt.

Wie gesund und welche Nährstoffe stecken in Blumenkohl

Blumenkohl ist ein wahrer Allrounder, so sind der feine Geschmack und die Vielfältigkeit in der Küche noch längst nicht alles, was das Kohlgemüse zu bieten hat. Blumenkohl glänzt mit allerhand gesunden Inhaltsstoffen, die als Teil einer ausgewogenen und bewussten Ernährung viele Vorteile für unser Wohlbefinden haben können. Blumenkohl ist echt echter Schlankmacher und der perfekte Diätbegleiter. Eine 100 g Portion vom Blütenkohl enthält gerade einmal um die 20 kcal, durch seinen geringen Anteil an Fett und Kohlenhydraten eignet er sich daher hervorragend zum satt essen. Die enthaltenen Ballaststoffe verlangsamen zudem die Verdauung und begünstigen ein längeres Sättigungsgefühl. Der hohe Wassergehalt unterstützt zu dem einen ausgeglichenen Flüssigkeitshaushalt des Körpers.

Karfiol ist außerdem super vielfältig einzusetzen und kann hervorragend für eine Low-Carb-Ernährungsweise
genutzt werden, in dem man kohlenhydratreiche Lebensmittel wie Reis oder Mehl durch Blumenkohl ersetzt. Auch in Sachen Vitaminen und Mineralstoffen muss sich Blumenkohl keinesfalls verstecken. Der Kohl enthält hohe Mengen an Vitamin C, Vitamin K und Vitamin B6
sowie reichlich Kalium, Magnesium, Phosphor und Eisen. Blumenkohl ist überdies reich an Antioxidantien, die unsere Zellen vor freien Radikalen schützen und entzündungshemmend wirken. Sie können einer Vielzahl von Krankheiten vorbeugen und unseren Körper bei der Entgiftung unterstützen. Der Traubenkohl ist eine super Quelle für viele Nährstoffe, die unser Körper dringend benötigt und zudem durch seine vielfältigen Einsatzmöglichkeiten perfekt in unseren Speiseplan zu integrieren. Während seiner Saison von Frühjahr bis Herbst
darf er deshalb ruhig häufig auf unseren Tellern landen.

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