Yuca Pommes Rezept – Knusprige Pommes aus Maniok ganz einfach selber machen
Wenn du Maniok noch nie probiert hast, solltest du dieses Maniok Rezept unbedingt ausprobieren. Aus der Maniokwurzel lassen sich wunderbar knusprige südamerikanische Pommes zubereiten, die in Südamerika und der Karibik sehr beliebt sind. Die sogenannten Yuca Pommes schmecken außen herrlich knusprig und bleiben innen weich und cremig. Sie erinnern ein wenig an Kartoffelpommes, schmecken aber leicht süßlich und etwas nussiger.
Bei meinen Reisen nach Südamerika und auf Kuba habe ich viele leckere Gerichte mit der Maniokwurzel kennengelernt.
Besonders oft wurde die Maniokwurzel dort als Beilage serviert. In Kolumbien gibt es Yuca Pommes fast überall, oft zu Fleischgerichten, Reis oder gegrilltem Hähnchen. Vor einigen Jahren haben wir drei Wochen lang eine Rucksackreise durch Kuba gemacht. Wir haben in kleinen Casas Particulares übernachtet und konnten dort oft auch mitessen. Gerade dadurch habe ich viele authentische Gerichte kennengelernt, die man in Hotels oft gar nicht bekommt.

Besonders gern erinnere ich mich an Yuca con Mojo. Das sind gekochte Maniokstücke mit einer würzigen Knoblauchsoße. Dieses Gericht gibt es auf Kuba fast überall und es gehört dort zu den typischen Beilagen. Seitdem bereite ich Wurzel auch zu Hause immer wieder gern zu. Am liebsten mache ich daraus knusprige Yuca-Pommes.
Was ist Cassava ?
Maniok, auch Yuca oder Cassava genannt, ist eine stärkehaltige Wurzel, die in Südamerika, Afrika und der Karibik sehr verbreitet ist. Dort wird sie ähnlich verwendet wie bei uns Kartoffeln. Aus Yuca kannst du Pommes, Püree, Suppen oder sogar Brot zubereiten.

Die Maniokwurzel hat eine braune, feste Schale und innen ein weißes Fruchtfleisch. Geschmacklich ist sie milder als Kartoffeln und leicht süßlich. Gerade für Yuca Pommes eignet sie sich besonders gut.
Die Maniokwurzel richtig vorbereiten
Bei der Zubereitung von Cassava gibt es einige sehr wichtige Dinge zu beachten. Maniok darf niemals roh gegessen werden. Die Wurzel enthält natürliche Stoffe, aus denen sich Blausäure bilden kann. Deshalb musst du die Wurzel zuerst schälen, wässern und anschließend kochen.
Nachdem du die dicke Schale entfernt hast, (dies geht am besten mit einem Sparschäler), schneidest du die Maniokwurzel am besten in Viertel. Diese Stücke legst du für etwa 20-25 Minuten in kaltes Wasser. Das Wasser wird danach weggekippt und darf nicht weiter benutzt werden.

Anschließend wird die Wurzel in Salzwasser etwa 20 Minuten gekocht. Erst danach ist sie weich genug, um weiterverarbeitet zu werden. Gleichzeitig wird durch das Wässern und Kochen der größte Teil der enthaltenen Stoffe entfernt, sodass die Cassava bedenkenlos gegessen werden kann.
So werden die Yuca Pommes schön knusprig
Nach dem Kochen lässt sich der harte, holzige Kern in der Mitte der Cassava ganz leicht mit einem Messer entfernen. Danach schneidest du die Stücke in dicke Pommes-Stäbchen.
Damit die Pommes später besonders knusprig werden, lege ich sie noch einmal kurz in eine Schüssel mit kaltem Wasser. Das macht die Oberfläche etwas trockener und die Pommes werden beim Frittieren besonders schön braun.
Meine Freundin Maria aus Kolumbien hat mir außerdem einen tollen Tipp gegeben: Vor dem Frittieren bestäubt sie die Yuca Pommes immer mit etwas Speisestärke. Dafür mische ich etwa 1 EL Speisestärke oder Maizena-Maisstärke mit etwas Paprikapulver und streue die Mischung mit einem kleinen Sieb über die Pommes.
Durch die Stärke werden die Pommes außen wunderbar knusprig, innen bleiben sie aber weich und locker. Genau so kenne ich sie aus Kolumbien.
Zum Frittieren verwende ich am liebsten Sonnenblumenöl oder Kokosöl. Darin werden die Yuca Pommes besonders knusprig und bekommen eine schöne goldbraune Farbe.

Wie schmecken Yuca-Pommes?
Yuca-Pommes schmecken etwas anders als klassische Pommes aus Kartoffeln. Sie sind außen knusprig und innen weich, fast ein wenig cremig. Der Geschmack ist leicht süßlich und erinnert ein bisschen an Kartoffeln und Süßkartoffeln zugleich.
Wir essen südamerikanische Pommes am liebsten zu gegrilltem Fleisch oder als Beilage zu einem gemütlichen Abendessen. Besonders gut passen dazu Aioli, Guacamole oder eine scharfe kolumbianische Salsa de Ají . Auch auf Kuba habe ich oft Cassava als Beilage gegessen. Dort wird aus der gekochten Maniokwurzel oft ein leckeres Püree mit Knoblauch gemacht. Dieses Maniok-Püree bereite ich inzwischen auch zu Hause gern zu.
Mein Tipp zum Vorbereiten
Das Schöne an dieser südamerikanischen Wurzel ist, dass du die Yuca Pommes sehr gut vorbereiten kannst. Du kannst die Cassava schon einige Stunden vorher schälen, wässern und vorkochen. Kurz vor dem Essen musst du die Pommes dann nur noch schneiden, mit etwas Stärke bestäuben und heiß frittieren.
Gerade wenn Gäste kommen oder du grillst, ist das sehr praktisch.


Zutaten für Yuca-Pommes
Für dieses einfache Maniok Rezept brauchst du nur wenige Zutaten:
2 Maniokwurzeln
Sonnenblumenöl oder Kokosöl zum Frittieren
etwas Paprikapulver
Salz
1 EL Speisestärke oder Maizena
Dazu passen:
Guacamole, Aioli, Salsa de Aji, gegrilltes Fleisch oder Hähnchen
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So vielseitig kannst du die Maniokwurzel verwenden
In Südamerika und der Karibik wird Cassava unglaublich vielseitig verwendet. Aus der Wurzel werden nicht nur knusprige Maniok Pommes zubereitet, sondern auch Püree, Suppen, Eintöpfe oder Fladenbrot. In vielen Ländern gehört Cassava dort ganz selbstverständlich zur Alltagsküche. Gerade weil die Wurzel so sättigend ist und mild schmeckt, passt sie wunderbar zu Fleisch, Fisch, Reisgerichten oder würzigen Dips. Wenn du gern neue Zutaten ausprobierst, solltest du Cassava unbedingt einmal testen.
Yuca-Pommes in Südamerika und Kolumbien
In Kolumbien und vielen anderen südamerikanischen Ländern bekommt man die Cassava oft schon fertig vorbereitet im Supermarkt. Die Yuca ist dort häufig bereits geschält, gewässert, vorgekocht oder sogar tiefgekühlt erhältlich. Dadurch spart man sich die Vorbereitung zu Hause und kann die Yuca-Pommes direkt weiterverarbeiten.
Die frische Maniokwurzel verdirbt relativ schnell. Deshalb wird die Schale der Wurzel für den Export oft mit einer dünnen Wachsschicht behandelt, damit die Wurzel den langen Transport besser übersteht und länger haltbar bleibt. Aus diesem Grund schäle ich die Yuca immer großzügig und entsorge die Schalen wegen der natürlichen Blausäurestoffe und der Wachsschicht lieber im Hausmüll und nicht auf dem Kompost.
Hast du mein Rezept ausprobiert?
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Seit meiner Reise nach Kuba und Kolumbien gehört Yuca für mich zu den spannendsten Beilagen überhaupt. Gerade weil die Maniokwurzel bei uns nicht so bekannt ist, probiere ich immer wieder gern neue Maniok Rezepte aus. Die knusprigen Yuca Pommes mögen wir inzwischen fast lieber als normale Pommes.
Besonders schön finde ich, dass die Maniok Pommes sich so gut vorbereiten lassen und immer etwas Besonderes sind. Wenn du gern neue Rezepte ausprobierst oder die südamerikanische Küche magst, solltest du dieses Maniok Rezept unbedingt testen.
Maniok Rezept Pommes
Kochutensilien
- 1 Schneidbrett
- 1 Schälmesser
- 1 Sparschäler
- 1 Messer
- 1 Topf
- 1 Schüssel
Zutaten
- 2 Maniok
- Sonnenblumenöl zum fritieren
- 1 TL Salz für das Kochwasser
- 1 TL Paprikapulver
Anleitung
Maniok vorbereiten
- Die Enden der Maniokwurzeln abschneiden und die dicke braune Schale großzügig entfernen. Am besten funktioniert das mit einem Sparschäler oder scharfen Messer. Die geschälte Maniok längs halbieren und anschließend vierteln.
Yuca wässern
- Die Maniokstücke für etwa 10–25 Minuten in eine Schüssel mit kaltem Wasser legen. Das Wasser anschließend wegschütten und nicht weiterverwenden.
Yuca vorkochen
- Die Maniokstücke in einen Topf mit gesalzenem Wasser geben und etwa 20 Minuten kochen, bis sie weich sind. Mit einem Messer prüfen, ob die Stücke weich genug sind.
Den harten Kern entfernen
- Nach dem Kochen den festen faserigen Kern in der Mitte mit einem Messer entfernen. Danach die Maniokstücke in dicke Pommes-Stifte schneiden.
Yuca Pommes vorbereiten
- Die Pommes auf Küchenpapier gut abtropfen lassen. Wer besonders knusprige Yuca Pommes möchte, kann die Stücke leicht mit Speisestärke oder Maizena und etwas Paprikapulver bestäuben.
Häufige Fragen zu Maniok und Maniok Pommes
Was ist Maniok?
Maniok ist eine stärkehaltige Wurzel, die auch Yuca oder Cassava genannt wird. Sie wird in Südamerika, Afrika und der Karibik ähnlich wie Kartoffeln verwendet.
Kann man Maniok roh essen?
Nein, Maniok darf nicht roh gegessen werden. Die Wurzel muss zuerst geschält, gewässert und gekocht werden.
Wie lange muss Maniok kochen?
Maniok sollte nach dem Wässern etwa 20 Minuten in Salzwasser gekocht werden. Danach ist die Wurzel weich genug für Maniok Pommes.
Warum werden meine Maniok Pommes nicht knusprig?
Damit Maniok Pommes knusprig werden, solltest du sie nach dem Kochen gut trocknen und vor dem Frittieren mit etwas Speisestärke bestäuben.
Kann ich Maniok Pommes im Backofen oder Airfryer machen?
Ja, du kannst die Maniok Pommes auch im Backofen oder Airfryer zubereiten. Sie werden dann etwas weniger knusprig als in Öl frittiert, schmecken aber ebenfalls sehr lecker.
Wie schmeckt Maniok?
Maniok schmeckt mild, leicht süßlich und etwas nussig. Die Maniok Pommes erinnern an eine Mischung aus Kartoffelpommes und Süßkartoffelpommes.
Wo kann ich Maniok kaufen?
Frischen Maniok bekommst du oft in asiatischen, afrikanischen oder lateinamerikanischen Supermärkten. Manchmal findest du die Wurzel auch im gut sortierten Supermarkt oder tiefgekühlt.
Über mich
Kochen ist meine große Leidenschaft, und seit über zehn Jahren teile ich meine erprobten Lieblingsrezepte auf meinem Foodblog „Kochen aus Liebe“. Besonders wichtig ist mir, dass meine Gerichte alltagstauglich sind, zuverlässig gelingen und der ganzen Familie schmecken.
Viele meiner Rezepte stammen aus unserer Familienküche und begleiten mich schon seit meiner Kindheit. Gleichzeitig lasse ich immer wieder neue Ideen und Inspirationen aus meinen Reisen und Erfahrungen mit einfließen. Durch meine Teilnahme an „MasterChef Deutschland“ und verschiedene TV-Auftritte, unter anderem beim WDR, konnte ich meine Kochleidenschaft weiter vertiefen und viele wertvolle Erfahrungen sammeln.

Einige meiner Rezepte wurden außerdem in Kochbüchern und Magazinen veröffentlicht. Heute koche und entwickle ich täglich neue Rezepte für meine Familie und meine Leserinnen und Leser – mit viel Liebe, Erfahrung und Freude am Kochen.
Ich wünsche dir ganz viel Spaß beim Nachkochen!
Deine Regina







Liebe Regina, meine Familie und ich leben seit 15 Jahren in Deutschland, leider geht es nur im Urlaub nach Costa Rica. Ich koche immer noch gern Gerichte aus meiner Heimat , wobei meine Kinder verrückt nach der deutschen Küche von Oma ist! Ich bin Dolmetscherin und der Liebe wegen nach Deutschland gekommen. Liebe Grüße Monica
iebe Monica, ach wie schön 😊 Dann habt ihr ja wirklich zwei wunderbare Küchen und Kulturen miteinander verbunden. Ich finde es immer so spannend, wie Essen Erinnerungen an die Heimat bewahren kann. Und wie süß, dass deine Kinder die deutsche Oma-Küche so lieben 🥹 15 Jahre in Deutschland sind eine lange Zeit, aber ich kann gut verstehen, dass die Sehnsucht nach Costa Rica und den Gerichten aus der Heimat bleibt. Wie schön, dass du beides in deiner Küche verbinden kannst 🌴🥔💛 Und wie mutig, für die Liebe in ein anderes Land zu gehen 😊 Das ist eine ganz besondere Geschichte.
Ganz liebe Grüße
Regina
Ich liebe Maniok als Püree, Chips oder als knusprige Yuca Frita! Bei uns in Costa Rica gibt es sehr viele verschiedene Rezepte dazu. Ich mag deine Rezepte sehr und bin stille Leserin deiner Seite. Dein kolumbianisches Ajiaco liebt meine Familie sehr! Liebe Grüße Monica
Liebe Monica, wie schön, von dir aus Costa Rica zu lesen 😊 Das freut mich riesig! Maniok als Püree oder knusprige Yuca Frita liebe ich auch sehr. Gerade durch meine Reisen nach Kuba und Kolumbien habe ich die südamerikanische Küche so schätzen gelernt. Wie schön, dass deiner Familie mein kolumbianisches Ajiaco so gut schmeckt. Das bedeutet mir wirklich viel! Gerade solche traditionellen Familienrezepte liegen mir besonders am Herzen. Vielen lieben Dank auch, dass du meine Seite schon so lange still begleitest 💛 Vielleicht meldest du dich jetzt ja öfter mal 😊
Ganz liebe Grüße nach Costa Rica
Regina 🌴