Saisonkalender Obst Aprikose

Saisonkalender Obst Aprikose

Aprikose

Die leckeren, kleinen Aprikosenfrüchte haben bei uns in Deutschland im Somme Saison und bieten uns allerhand Möglichkeiten zur Zubereitung. Alles, was ihr über Aprikosen wissen müsst, findet ihr hier.

Was sind Aprikosen?

Die Aprikose ist Teil der Gattung Prunus und gehört zur Familie der Rosengewächse. In der Botanik ist sie unter ihrem lateinischen Namen „Prunus Armeniaca“ bekannt. Die Aprikose wächst entweder als kleiner laubwerfender Baum oder Strauch mit runder Baumkrone und wächst bis zu 6 Meter hoch. Die Aprikose bevorzugt einen warmen, sonnigen und windgeschützten Standort und einen trockenen aber nährstoffreichen Boden. In aller Regel werden Aprikosenbäume nicht viel älter als 15 Jahre.

Der glatte bis schuppig oder furchige Stamm ist graubraun bis rötlich und erreicht einen Umfang von bis zu 100 cm. Die junge Zweige der Aprikose sind rötlich und kahl. Im Vergleich zu vielen anderen Obstbäumen bildet sich am Ende der Langtriebe der Aprikose keine echte Endknospe. Das gestielte, grüne Laub der
Aprikose erreicht eine Breite von bis zu 7 cm und eine Länge von bis zu 10 cm. Die kahlen Blätter können eiförmig bis rundlich oder sogar leicht herzförmig geformt sein und laufen zum Ende spitz zu. Der Blattrand ist gesägt. Der Blattstiel ist grünlich bis rötlich und besitzt zwei oder mehr belaubte Drüsen. Die zwittrigen Blüten der Aprikose besitzen eine doppelte Blütenhülle und sind in der Regel einzeln
angeordnet, selten in Paaren. Die Knospenschuppen fallen mit Beginn der Blüte ab.

Der Blütenstiel ist bis zu 5 mm lang, hat eine rötliche Farbe und ist leicht behaart. Die gesamte Blüte hat einen Durchmesser von ca. 2,5 cm. Der becherförmige Blütenbecher ist ebenfalls von rötlicher Farbe und weist eine leichte Behaarung auf, genau wie die fünf verwachsenen Kelchblätter. Die fünf weiß, blass rosafarbenen bis pinkfarbenen Kronblätter der Aprikose werden bis zu 15 mm lang und erinnern von der Form an kleine Boote. Die Aprikosenblüte besitzt 20 bis 30 Staubblätter mit weißen Staubfäden und gelben Staubbeuteln. Der Fruchtknoten ist hat eine Kammer und ist genau wie der Griffelgrund samtig behaart.

Die Blütezeit der Aprikose ist von März bis April. Die daraus entstehende hellgelb bis hell orangefarbene Steinfrucht wird zwischen Juli und August reif und erreicht einen Durchmesser von 4 bis 8 cm, erinnert an eine Kugel und hat eine weiche, samtige Behaarung. Die Aprikosenfrucht hat eine Längst-Furche und einen Nabel. Das saftige Fruchtfleisch ist leicht vom hellbraunen Kern lösbar, der ca. 3 cm lang, rau und leicht strukturiert ist. Reife Aprikosen haben einen süßen, leicht mandelartigen Geschmack. Das gilt auch für den harten Kern, der zwar nicht essbar ist, aber aufgrund seines Aromas vielerorts für die Herstellung von Marzipan oder Likör genutzt wird. 2019 sind weltweit über 4 Millionen Tonnen Aprikosen geerntet worden. Zu den größten Aprikosen-Produzenten der Welt gehören die Türkei, Usbekistan, der Iran, Italien, Algerien, Spanien, Frankreich, Afghanistan, Griechenland, Pakistan und Marokko.

Aprikosenbaum
Aprikosenbaum

Wann ist Aprikosensaison?

Aprikosen haben bei uns in Deutschland von Juli bis August Saison, dann sind sie aus heimischem Anbau verfügbar. Der Kauf aus heimischem Anbau hat für uns den Vorteil, dass wir sehr frisches Obst erhalten, das keine langen Transportwege hinter sich hat. Außerdem können wir damit regionalen Anbau unterstützen und die Umwelt schonen. Im Handel sind Aprikosen aus dem europäischen Ausland meistens schon ab Ende April erhältlich und Aprikosen aus dem außereuropäischen Ausland sind sogar im Winter erhältlich. Ein Großteil dieser Aprikosen stammt aus Ländern mit warmen Klima, welches für eine ertragreiche Aprikosenernte essenziell ist. Es ist also kein Wunder, dass die Liste der größten Aprikosen-Produzenten weltweit von Ländern wie der Türkei, Usbekistan und dem Iran angeführt wird. In Europa werden Aprikosen vor allem in Italien, Spanien und Frankreich angebaut.

Wie kann ich die Frische von Aprikosen beurteilen?

Die Frische von Aprikosen lässt sich wunderbar an einer intakten Haut, einer gelb bis hell orange Färbung, mit rosigen Wangen und einem Fruchtfleisch erkennen, das sich leicht vom Stein lösen lässt. Testen kann man das, in dem man mit dem Daumen leichten Druck auf die Frucht ausübt, gibt das Fruchtfleisch ein wenig nach hat die Aprikose den perfekten Reifegrad. Vom Kauf zu harter oder farbloser
Aprikosen solltet ihr lieber absehen. Ist die Aprikose noch nicht reif, schmeckt sie womöglich sauer oder mehlig. Auch stark beschädigte oder eingedellte Aprikosen solltet ihr lieber zurücklassen.

Zubereitung von Aprikosen

Aprikosen eignen sich super zum Rohverzehr und können einfach als Snack zwischendurch oder als Zutat im Joghurt oder Obstsalat verwendet werden. Die Zubereitung der kleinen, süßen Früchte ist ganz simpel. Vor dem Verzehr solltet ihr sie lediglich unter fließendem Wasser abwaschen. Möchtet ihr die Aprikosen nicht nur roh essen, sondern weiterverwenden und dazu schneiden, bietet es sich an ein glattes, scharfes Messer zu verwenden. Wie weiter oben bereits erwähnt sind Aprikosen echte Sensibelchen und das gilt auch für ihre Haut. Durch Messer mit Zacken oder stumpfe Klingen würde die Haut verletzt bzw. zerquetscht werden.

Nach dem Entsteinen, das bei der Aprikose in der Regel ein recht einfaches Unterfangen ist, sind eurer Kreativität dann keine Grenzen mehr gesetzt. Aprikosen eignen sich hervorragend zum Herstellen hausgemachter Marmeladen, Pürees oder Sirup. Sie sind eine super Zutat in leckeren Desserts. Aprikosen sind außerdem ein toller Kuchenbelag, egal ob Käsekuchen, fluffiger Arikosen-Quarkkuchen mit Streuseln, einen Klassiker Spiegeleikuchen den Aprikosen-Schmandkuchen, oder ein einfacher Obstboden. In der mediterranen und orientalischen Küche sind getrocknete Aprikosen eine beliebte Zutat in den verschiedensten Gerichten, darunter Tajine und Salate.

Die leckere Frucht eignet sich wunderbar auch für köstliches Gebäck, wie zum Beispiel meine provenzalische Aprikosentarte mit Rosmarin. Auf meinem Blog findest du eine Auswahl an leckeren Rezepten mit Aprikosen Außerdem Grundrezepte für viele Kuchen, die du mit Obst deiner Wahl, zum Beispiel Aprikosen, belegen kannst.

Französische Aprikosentarte mit Rosmarin
Französische Aprikosentarte mit Rosmarin

So werden Aprikosen am besten gelagert

Aprikosen sind sehr sensible Früchte. Sie reagieren empfindlich auf Druck und bekommen dann schnell Dellen und Druckstellen. Auch an ihre Umgebungstemperatur haben sie große Ansprüche, so mögen sie es weder zu warm, noch zu kalt. Bei Zimmertemperatur kann man sie, abhängig von der Außentemperatur, ungefähr zwei Tage lagern. Im Kühlschrank ein wenig länger. Am besten ist es, die reifen Aprikosen möglichst zeitnahe zu essen oder zu verwenden. Aprikosen können eingefroren werden. Dazu sollten sie halbiert und entsteint werden und anschließend mit Zitronensaft beträufelt werden, bevor du sie einfrierst. Allerdings eignen sich die Aprikosen aufgrund der Konsistenz nach dem Auftauen nicht mehr so sehr zum Rohverzehr. Weitere Möglichkeiten deine Aprikosen haltbar zu machen sind das Einkochen (zum Beispiel zu Marmelade) oder das Trocknen.

Saisonkalender Obst Aprikose

Aprikosen, die von Juni bis August Saison haben, sind süß, gesund und lecker. Die kleinen Früchte schmecken fein, süß und aromatisch, nicht nur pur, sondern gekocht, im Kuchen, als Desserts schmecken sie lecker! Du kannst sie genau wie Pfirsiche verarbeiten.

Gesundheit

Aprikosen sind nicht nur unheimlich lecker und vielseitig verwendbar, sie haben außerdem eine ganze Reihe gesunder Inhaltsstoffe, die unserem Wohlbefinden dienen. 100 Gramm frische Aprikosen haben ca. 40 Kalorien und bestehen zu 85 Prozent aus Wasser. Sie sind richtige kleine Vitaminbomben und enthalten nennenswerte Mengen an Vitamin C, Vitamin A, Vitamin B1, Vitamin B2 und Vitamin B6, sowie Vitamin E. Vitamin A ist ein Booster für unsere Haut und die B-Vitamine sind besonders wichtig für unser Nervensystem. Vitamin C ist wichtig für unser Immunsystem und gemeinsam mit dem enthaltenen Vitamin E und Carotinen kann der Verzehr von Aprikosen unsere Abwehrkräfte kräftig stärken.

Diese Kombi schützt überdies vor UV-Strahlen und soll unsere Zellen vor schädlichen Einflüssen und
sogar vor Krebs schützen können. Auch in Sachen Mineralstoffgehalt muss sich die Aprikose keinesfalls verstecken, sie enthält jede Menge wichtiger Stoffe wie Eisen, Zink, Magnesium, Kalium, Kalzium, Phosphor und Jod. Aprikosen sind außerdem einfach verdaulich und super verträglich, sie haben nur einen geringen Anteil Fruchtsäure und eignen sich deshalb auch hervorragend für empfindlichere Mägen und als Nahrung für Babys und Kleinkinder. Aprikosen können auch dabei helfen den Körper sanft zu entwässern, dafür ist die beachtliche Menge an Kalium (280 mg pro 100 g) verantwortlich. Übrigens ist nicht nur der Verzehr von Aprikosen der Schönheit unserer Haut, Haare und Nägel zuträglich. Längst hat sich nämlich auch das reichhaltige Aprikosen Kernöl in der Kosmetik einen Namen gemacht.

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