Grundrezept für eine französische Creme Patissiere, diese Vanillecreme ist eine Creme Basis für eine klassische Konditorcreme und ein Klassiker der französischen Patisserie. Mit dieser leckeren Creme könnt ihr Kuchen, Windbeutel, Cupcake, Tartes, Eclairs oder auch Macarons füllen. Ich fülle mit der Crème meine Cremeschnitten sehr gern. Die Creme Patissiere wird aus Milch, Eigelb und dem einer Mark Vanilleschote, etwas Stärke und Zucker gekocht. Diese klassische gekochte Vanillecreme ist auch die Basis für unsere deutsche Buttercreme.
Für mich gehört eine gute Crème pâtissière zu den wichtigsten Grundrezepten der französischen Küche. Seit ich die ersten Tartes und Mille-Feuille gebacken habe, koche ich diese Vanillecreme immer wieder. Sie ist die Basis für so viele Rezepte: Eclairs, Obsttörtchen, Macarons, Windbeutel oder meine Cremeschnitten mit Erdbeeren. Gerade weil die Creme so vielseitig ist, lohnt es sich, das Grundrezept einmal richtig zu lernen.
Das Schöne an der französischen Konditorcreme ist, dass du nur wenige Zutaten brauchst. Trotzdem schmeckt sie wunderbar fein, cremig und intensiv nach echter Vanille. Im Gegensatz zu einfachem Vanillepudding ist die Creme pâtissière deutlich seidiger und stabiler. Durch die Eigelbe, die Stärke und etwas Butter bekommt sie genau die Konsistenz, die man zum Füllen von Gebäck oder Kuchen braucht.
Ich habe die Creme über viele Jahre immer wieder gekocht und dabei gelernt, worauf es wirklich ankommt: gute Milch, echte Vanille und genügend Geduld beim Kochen. Wichtig ist, die Creme ständig zu rühren und sie nicht zu heiß werden zu lassen. So bleibt sie schön glatt und bekommt keine Klümpchen.

Ihr habt bestimmt auch schon von der englischen Crème gehört, diese wird aber im Gegensatz zur Creme Patissiere nicht mit Stärke gebunden. Die englische Creme erhält ihre Bindung, dadurch, dass man sie über einem Wasserbad dann zur Rose aufschlägt.
Dies ist nicht so einfach, da man sehr auf die Temperatur achten muss, die nicht höher als 82 Grad sein sollte. Und es darf auch kein Wasser in die Eigenmasse kommen. Deshalb nehme ich diese etwas einfacher zubereitete Creme für meine Kuchen und Torten.
Warum ich echte Vanilleschoten verwende
Für meine Crème pâtissière nehme ich immer eine echte Vanilleschote. Natürlich funktioniert das Rezept auch mit Vanillepaste, aber mit echter Bourbon-Vanille schmeckt die Creme einfach feiner und natürlicher. Gerade bei einer so einfachen Creme merkt man den Unterschied sofort.
Wenn ich die Vanilleschote aufschneide und das Mark in die warme Milch gebe, riecht die ganze Küche nach französischer Pâtisserie. Die ausgekratzte Schote koche ich übrigens mit in der Milch mit. So wird das Aroma noch intensiver.
Diese Zutaten brauchst du für die perfekte Konditorcreme
Für die Creme brauchst du nur wenige Zutaten, die du meist schon zu Hause hast:
500 ml Milch bilden die Grundlage der Creme. Ich nehme am liebsten Vollmilch, weil die Konditorcreme damit besonders cremig wird.
5 Eigelb sorgen für die schöne gelbe Farbe und die typische seidige Konsistenz. Das Eiweiß kannst du wunderbar für Baiser, Pavlova oder Makronen weiterverwenden.
Eine große Vanilleschote oder zwei kleine geben der Creme ihren typischen Geschmack. Alternativ kannst du etwas gute Vanillepaste verwenden.
80 bis 100 g Zucker sorgen für die richtige Süße. Wenn du die Creme später noch mit süßem Obst oder für sehr süßes Gebäck verwendest, reichen meist 80 g.
60 g Speisestärke oder Maizena binden die Creme. Dadurch wird sie schnittfest genug, um Törtchen, Windbeutel oder Cremeschnitten zu füllen.
50 g weiche Butter machen die Creme besonders glatt und glänzend. Für manche französischen Rezepte, zum Beispiel eine Crème mousseline, wird später sogar noch mehr Butter untergerührt.

So schmeckt die Creme immer wieder anders
Das Grundrezept lässt sich wunderbar abwandeln. Ich mache oft verschiedene Varianten daraus:
mit etwas Zitronen- oder Orangenschale für Tartelettes im Sommer
mit etwas Kaffeeextrakt für Eclairs oder Mokkatorte
mit geschmolzener Schokolade für Schokocreme
mit geschlagener Sahne für eine besonders luftige Füllung
mit zusätzlicher Butter für eine Crème mousseline
Gerade das macht dieses Grundrezept so praktisch. Wenn du einmal weißt, wie die klassische Vanillecreme funktioniert, kannst du daraus viele verschiedene Füllungen zaubern.
Vanillecreme Rezept
Ich verfeinere die Vanillecreme immer sehr gern noch mit etwas Butter oder auch manchmal mit geschlagener Sahne. Dies steht dann aber extra in den meinen einzelnen Rezepten.
Dieses Grundrezept der Konditorcreme verwende ich für einige meiner Rezepte. Dieses Rezept von der Vanille Creme reicht für die Füllung eines Kuchens oder einer Tarte und 8-10 kleinen Tartelettes. Ihr könnt Reste der Creme ohne Probleme einfrieren oder aus der übrig gebliebenen Vanillecreme ein Dessert mit Früchten zaubern.
Damit ihr die Creme Patissiere später gut verarbeiten könnt, muss sie mindestens für 2-3 Stunden ihn den Kühlschrank. Wichtig ist, dass ihr auf die warme Creme mit Frischhaltefolie abdeckt, die ihr direkt auf die Creme legt, damit diese keine Haut bekommt. Ihr könnt sie ohne Probleme auch einen Tag zuvor vorbereiten.
Die Konditorcreme muss nach dem kühlen nochmal kurz mit dem Mixer durchgerührt werden. Ich habe für euch einige Rezepte mit der Creme verlinkt. Macarons, Tartelettes aux Framboises , Cremeschnitten mit Erdbeeren.


Mein wichtigster Trick gegen Haut und Klümpchen
Viele haben Angst, dass die Creme klumpt oder oben eine dicke Haut bekommt. Das passiert aber nur, wenn man sie nicht richtig behandelt.
Sobald die Creme fertig gekocht ist, fülle ich sie direkt in eine Schüssel und lege Frischhaltefolie unmittelbar auf die Oberfläche. Nicht nur locker darüber, sondern wirklich direkt auf die Creme. So bildet sich keine Haut.
Nach dem Kühlen rühre ich die Creme noch einmal kurz mit dem Mixer oder Schneebesen durch. Dann wird sie wieder wunderbar glatt und lässt sich perfekt in einen Spritzbeutel füllen.
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Wofür du die Creme pâtissière verwenden kannst
Ich verwende diese Vanillecreme besonders gern für:
Mille-Feuille und Cremeschnitten
Obsttorten und Erdbeerkuchen Tartelettes mit Himbeeren oder Erdbeeren
Windbeutel und Eclairs, Macarons
Hefeteilchen oder Puddingbrezeln
kleine Dessertgläser mit frischen Beeren
Gerade im Sommer fülle ich die Creme gern in kleine Gläser und gebe Erdbeeren oder Himbeeren dazu. Das ist ein schnelles Dessert und schmeckt herrlich frisch.
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Diese Crème pâtissière gehört zu den Rezepten, die ich immer wieder brauche. Ich verwende sie seit Jahren für viele meiner französischen Kuchen und Desserts und habe sie unzählige Male gekocht. Besonders gern fülle ich damit meine Mille-Feuille, Tartelettes oder kleine Windbeutel. Durch die echte Vanille und die cremige Konsistenz schmeckt sie viel besser als gekaufter Pudding und ist trotzdem ganz einfach selbst gemacht.
Wenn du gern französisch backst oder deine Kuchen und Torten mit einer feinen Vanillecreme füllen möchtest, solltest du dieses Grundrezept unbedingt ausprobieren. Mit ein wenig Übung gelingt dir die Creme ganz sicher und du wirst sie immer wieder verwenden.
Creme patissiere Vanillecreme Rezept
Kochutensilien
- 1 Schüssel
- 1 Topf
- 1 Mixer,
- 1 Schälmesser
- 1 Löffel
- 1 Spritzbeutel, Tülle
- 1 Schneebesen
Zutaten
Creme patissiere Vanillecreme
- 500 ml Milch
- 5 Eigelb
- 1 ganze Vanilleschote groß oder 2 kleine
- 80-100 g Zucker
- 60 g Maizena oder Speisestärke
- 50 g Butter je nach Rezept auch mehr Butter
Anleitung
- Alle Zutaten abwiegen, die Eier trennen, ihr braucht nur das Eigelb. Das Eiweiß könnt z.b. für Baisers oder ein Pavlova verwenden.
- Die Vanilleschote mit einem Messer der Länge nach aufschneiden. Nun das Mark der Schote mit einem Messer gut auskratzen. Das Vanillemark zur Milch geben und diese erhitzen.
- Das Eigelb mit dem Zucker sehr gut
- verrühren, bis die Masse hellgelb ist
- nun die Stärke zu der Ei-Zucker Mischung geben, dies gut mit dem Mixer glatt rühren
- die Vanilleschote aus der Milch nehmen und die abgekühlte lauwarme Milch unter die Eigelb – Zuckermasse rühren.
- Die Mischung in einen Topf geben und unterrühren einmal
- aufkochen, sehr wichtig ist dabei zu rühren, damit die Creme nicht ansetzt.
- In den lauwarmen Pudding die zimmerwarme Butter unterrühren.
- Die Creme mit Frischhalte Folie abdecken, damit sich keine Haut bilden kann und im Kühlschrank 2-3 Stunden kühlen.
- Bevor ihr die Vanillecreme dann weiterverarbeitet, solltet ihr sie mit dem Mixer kurz durchrühren.
- Ihr könnt die Creme dann in einen Spritzbeutel füllen und auf das Gebäck spritzen oder mit einem Löffel auf das Gebäck oder die Tarte streichen.
Nährwerte
Was ist der Unterschied zwischen Crème pâtissière und Vanillepudding?
Crème pâtissière wird mit Eigelb, Stärke und oft etwas Butter gekocht. Dadurch ist sie cremiger, feiner und stabiler als normaler Vanillepudding und eignet sich besonders gut zum Füllen.
Kann ich die Creme pâtissière am Vortag zubereiten?
Ja, das funktioniert sehr gut. Die Creme hält sich im Kühlschrank problemlos 1–2 Tage. Vor dem Verwenden solltest du sie nur noch einmal kurz glatt rühren.
Warum wird meine Creme klumpig?
Wenn die Milch zu heiß ist oder die Creme beim Kochen nicht ständig gerührt wird, können Klümpchen entstehen. Darum die Creme immer langsam erhitzen und gut rühren.
Kann ich die Creme einfrieren?
Ja, du kannst die Vanillecreme einfrieren. Nach dem Auftauen sollte sie aber noch einmal gut durchgerührt oder kurz aufgeschlagen werden.
Wofür kann ich Crème pâtissière verwenden?
Die Creme eignet sich für Mille-Feuille, Obstkuchen, Tartelettes, Windbeutel, Eclairs, Hefeteilchen oder Macarons.
Kann ich statt Vanilleschote auch Vanillepaste verwenden?
Ja, das geht sehr gut. Für 1 Vanilleschote kannst du etwa 1 EL gute Vanillepaste verwenden.
Über mich
Kochen ist meine große Leidenschaft, und seit über zehn Jahren teile ich meine erprobten Lieblingsrezepte auf meinem Foodblog „Kochen aus Liebe“. Besonders wichtig ist mir, dass meine Gerichte alltagstauglich sind, zuverlässig gelingen und der ganzen Familie schmecken.
Viele meiner Rezepte stammen aus unserer Familienküche und begleiten mich schon seit meiner Kindheit. Gleichzeitig lasse ich immer wieder neue Ideen und Inspirationen aus meinen Reisen und Erfahrungen mit einfließen. Durch meine Teilnahme an „MasterChef Deutschland“ und verschiedene TV-Auftritte, unter anderem beim WDR, konnte ich meine Kochleidenschaft weiter vertiefen und viele wertvolle Erfahrungen sammeln.

Einige meiner Rezepte wurden außerdem in Kochbüchern und Magazinen veröffentlicht. Heute koche und entwickle ich täglich neue Rezepte für meine Familie und meine Leserinnen und Leser – mit viel Liebe, Erfahrung und Freude am Kochen.
Ich wünsche dir ganz viel Spaß beim Nachkochen!
Deine Regina














Kann man die Creme auch mit roter Lebensmittelfarbe rosa färben?
Hallo Christine man könnte die Creme mit Farbpulver färben, sie ist aber vom Grundton gelblich. Ich glaube das wenn man sie mit roter Farbe mischt sie eher orange als rosa färbt.
Ich würde dies erst mit etwas Farbe ausprobieren.
Liebe Grüße Regina
klappt perfekt so wie beschrieben…
Das freut mich das alles gut geklappt hat und dir das Rezept gefällt!
Muss kochen wegen das mehl / stärke
Ja, die Creme muss kurz aufkochen so wie es im Rezept steht. Und du solltest kein Mehl, sondern Maizena oder Stärke
verwenden.
Hi guten Abend diese Vanille Creme wird ja etwas anders mit Stärke zubereitet und
muss nicht wie die englische Creme im Wasserbad zur Rose gerührt werden. Und lässt sich so etwas leichter kochen.
In dem Rezept habe ich dies genau beschrieben.
Liebe Grüße Regina
Jetzt bin ich etwas verwirrt. Im Rezept steht aufkochen. Aber vorweg steht, dass man darauf achten muss, dass es nicht wärmer als 82 Grad sein darf und im Wasserbad zur Rose gebracht. Was heisst das?