Saisonkalender Gemüse Brokkoli

Saisonkalender Gemüse Brokkoli

Brokkoli

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Einfach kochen - Ravioli ai Funghi Pilz Ravioli - Ravioli mit Pilzen in Knoblauchbutter

Brokkoli ist ein wahrer Alleskönner. Mit seinem leckeren Geschmack und seiner intensiv grünen Farbe zaubert das Kohlgemüse nicht nur Abwechslung auf unsere Teller, sondern kann mit seinen vielen gesunden Inhaltsstoffen auch viel Gutes für unsere Gesundheit tun. Brokkoli hat bei uns im Sommer Saison und kann in der Küche super vielfältig eingesetzt werden.

Was ist Brokkoli?

Brokkoli (Brassica oleracea var. Italica) ist ein intensiv grünes Gemüse, welches Teil der Familie der Kreuzblütengewächse ist. Essbar sind sowohl der große, blühende Kopf als auch Stiele und Blätter des Brokkoli. Die zumeist dunkelgrünen bis blaugrünen „Brokkoli-Röschen“ sind baumartig angeordnet und gehen von einem dicken, hellgrünen Stiel aus. Der Blütenkopf ist von Blättern umsäumt. Brokkoli ist eng verwandt mit anderen Kohlsorten wie Blumenkohl, Romanesco, Grünkohl, Kohlrabi und Rosenkohl, nimmt dort mit einigen seiner Brüder und Schwestern allerdings eine kleine Sonderrolle ein, da nicht nur die Blätter der essbare Teil der Pflanze sind, sondern vor allem der Blütenkopf.

Die meisten Brokkoli-Varianten sind Kaltwetterpflanzen, die bei sehr heißen Sommertemperaturen eher schlecht wachsen. Tatsächlich bildet Brokkoli aber die genetische Grundlage für den in Süd- und Südostasien angebauten „tropischen Blumenkohl“, der unter den sehr warmen Wetterbedingungen einen Blumenkopf ähnlichen Kopf bilden. Der hier bekannten Brokkoli ist im Vergleich zum
Blumenkohl vor allem an den gut ausgebildeten Blütenknospen zu erkennen, die ihm sein charakteristisches Aussehen verleihen.

Saisonkalender Gemüse Brokkoli

Brokkoli auch Spargelkohl genannt ist der Star unter den Kohlgemüse Sorten.

Seine heimische Saison ist von Mai bis Oktober bis in den November

Brokkoli wird geerntet, sobald die mittlere Blume und ihre Blütenknospen gut ausgebildet, aber noch geschlossen sind. Die Ernte erfolgt, indem die Köpfe samt ca. 10-15 cm langem Stiel und Blättern abgeschnitten werden. Brokkoli kann nicht maschinell geerntet werden und jeder Kopf muss von Hand abgeschnitten werden. Die überwiegend dunkelgrüne Farbgebung des Brokkoli verdankt der Kohl einem sehr hohen Anteil an Chlorophyll, dieser entsteht durch intensive Bestrahlung durch die Sonne.

Allerdings gibt es nicht nur den typisch grünen Brokkoli, auch violette Sorten des beliebten Kohlgemüses sind erhältlich. Geschmacklich überzeugt Brokkoli mit einem würzigeren aber feinerem Aroma als Blumenkohl. Die Stiele erinnern geschmacklich an grünen Spargel. Rohen Brokkoli empfinden viele als ein wenig bitter. Tatsächlich wird dieser bittere Geschmack unterschiedlich wahrgenommen. Das hat mit den enthaltenen Glucosinolaten zu tun, die dafür sorgen, dass der Geschmack von Menschen mit einem bestimmten Rezeptor-Gen als sehr unangenehm empfunden wird. Brokkoli wird inzwischen fast auf der ganzen Welt angebaut, über 70 % davon in China und Indien. Weitere große Brokkoli-Produzenten sind die USA, Spanien, Italien und Mexiko.

So wird Brokkoli am besten gelagert:

Am besten schmeckt Brokkoli, wenn er ganz frisch zubereitet und verzehrt wird, aber das Leben ist geschäftig und manchmal kommt es halt anders als geplant. Könnt ihr euren Brokkoli nicht am selben Tag verbrauchen lagert ihn möglichst im
Gemüsefach eures Kühlschranks dort hält er sich ca. 1 bis 2 Tage. Diese Haltbarkeit könnt ihr ein wenig in die Länge ziehen, wenn ihr den Brokkoli in Folie wickelt. Leider verliert Brokkoli recht zügig an Geschmack und Vitaminen. Schlapper Brokkoli schmeckt holzig und das möchten wir natürlich verhindern.

Ihr tut euch einen großen Gefallen, wenn ihr den Brokkoli nicht gemeinsam mit Äpfeln oder Tomaten lagert, da beide Ethylengas verströmen, das zu einem schnelleren Verderb beiträgt. Eine gute Möglichkeit euren Brokkoli haltbar zu machen bietet das Einfrieren. Ihr könnt den gewaschenen Brokkoli in einzelne Röschen trennen und kurz blanchieren. Nachdem der Brokkoli gründlich abgeschreckt worden ist lässt er sich wunderbar einfrieren und hält sich im Gefrierfach für ein halbes Jahr ohne seine knallige Farbe einbüßen zu müssen. Eine weitere Option besteht darin den Brokkoli einzulegen und so haltbar zu machen.
Dazu bietet sich das klassische Rezept mit Knoblauch, Essig, Gewürzen und Kräutern an. Der Brokkoli erhält dadurch ein noch kräftigeres Aroma und bleibt lange haltbar.

Wie kannst du die Frische von Brokkoli beurteilen?

Ob Brokkoli frisch ist, kannst du beim Kauf an einer intensiven Farbgebung und gut ausgebildeten, aber geschlossenen Blütenknospen erkennen. Der Stil sollte frisch und knackig sein, sich leicht abbrechen lassen. Sehr flexible, fast gummiartige Stiele
und geöffnete oder gelb gefärbte, sehr trockene Blütenknospen sprechen eher für einen nicht mehr so frischen Brokkoli und man sollte vom Kauf lieber absehen, denn er wird holzig und verliert an Geschmack.

Zubereitung von Brokkoli

Die Zubereitung von Brokkoli ist super einfach. Grundsätzlich gilt es das Gemüse gründlich zu waschen und ordentlich abtropfen zu lassen, anschließend sind der Kreativität in der Küche keine Grenzen gesetzt. Das Schöne am Brokkoli ist, dass nicht nur der allseits bekannte Brokkolikopf zum Verzehr geeignet ist, sondern auch Stiele und Blätter. Wollt ihr den Brokkoli ganz herkömmlich als Gemüsebeilage servieren, bietet es sich an den Brokkoli einige Minuten in gesalzenem Wasser zu kochen und anschließend mit kaltem Wasser abzuschrecken.

Das verhindert, dass der Brokkoli weiter gart und er behält seine schöne, satte und grüne Farbe. Eine weitere Möglichkeit des Brokkoli als Beilage zuzubereiten ist das dünsten. Brokkoli eignet sich hervorragend als Beilage zu Geflügel, Fleisch und Fisch. Durch
die kurze Garzeit zaubert ihr euch damit ein wunderbar frisch-grünes Gemüse auf den Teller, welches egal, ob mit oder ohne Soße einfach super lecker schmeckt. Brokkoli eignet sich außerdem perfekt als Ergänzung zum herkömmlichen Suppengrün für klassische Suppen und Eintöpfe oder zur Zubereitung einer lecker cremigen Brokkolicremesuppe.

Saisonkalender Gemüse Brokkoli

Als Zutat in Aufläufen und Quiches macht er nicht nur geschmacklich, sondern auch optisch richtig etwas her. Auch in Gemüsepfannen darf das leckere Gemüse nicht fehlen. Brokkoli kann und darf roh verzehrt werden. Jedoch wird der Geschmack von einigen als bitter empfunden. Trotz allem kann Brokkoli auf diese Weise ganz toll auch als Zutat in Salaten und Smoothies oder ganz einfach als Rohkost verwendet werden. Auf diese Weise könnt ihr am besten von den vielen gesunden Nährstoffen im Brokkoli profitieren.

Auf meinem Blog findest du eine Auswahl an leckeren Rezepten mit Brokkoli wie zum Beispiel Brokkoli Salat mit Apfel und Nüssen, Blumenkohl Brokkoli Auflauf mit Kartoffeln, Vegetarische Brokkoli Suppe mit Basilikum und Dorade mit Ofengemüse.

Beliebte Brokkoli-Sorten

Brokkoli hat eine ungeahnte Sortenvielfalt. Hauptsächlich unterscheidet man die verschiedenen Sorten nach Aussehen, Größe, Herkunft und Erntezeit. Im Handel hat man diese große Auswahl natürlich nicht immer, nichtsdestotrotz möchte ich den wichtigsten Brokkoli Sorten ein paar Worte widmen.

Grüne Brokkoli Sorten
Zu den wohl geläufigsten grünen Brokkoli-Sorten gehören die Sorte Belstar, sie garantiert große Brokkoli Köpfe und eine reiche Ernte. Die dunkelgrüne Brokkoli-Sorte ist deshalb sehr beliebt im kommerziellen Anbau. Die Sorte „Calabrese“, der kalabrische Brokkoli, ist eine alte, italienische Sorte und garantiert ebenfalls eine reiche Ernte. Dieser Brokkoli ist wohl der am häufigsten im Handel anzutreffende und hat eine satte, dunkelgrüne Farbe sowie kleine und große Brokkoliröschen. Weitere grüne Brokkoli-Sorten, die sich genau wie die oben genannten auch für den Anbau im eigenen Garten eignen, sind Atlantic, Calinaro, Cezar, Corvet, Corona und Green Sprouting.

Violette Brokkoli-Sorten
Die Brokkoli-Sorte „Rosalind“ gibt es bereits seit sehr langer Zeit. Sie punktet mit einer reichen Ernte und wunderschönen, violetten Brokkoliköpfen. Mit den nahezu gleichen Eigenschaften überzeugt die Sorte „Santee“. Eine violette Brokkoli-Sorte, die sich besonders für den Anbau im heimischen Garten eignet, ist „Summer Purple“. Dieser violette Brokkoli hegt keine großen Ansprüche an seine Umgebung und verspricht auch Anfängern die wohlverdiente Ernte.

Wann ist Broccoli-Saison?

Das leckere grüne Kohlgemüse hat in Deutschland vor allem im Sommer Saison. Dann ist er aus heimischem Anbau überall erhältlich. Brokkoli wird von Mai bis Oktober geerntet und wird in Deutschland auf ca. 2.000 Hektar Fläche und hauptsächlich in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz angebaut. Natürlich ist auch Brokkoli ganzjährig im Handel erhältlich, er wird nahezu auf der ganzen Welt angebaut und durch den Import des Gemüses für jeden zu jeder Zeit verfügbar.

Jedoch tun wir uns und auch der Umwelt einen großen Gefallen, wenn wir
heimische Saisonzeiten beachten. Durch den Kauf von saisonalem Gemüse aus heimischem Anbau halten wir Transportwege kurz und kommen außerdem in den Genuss von wirklich frischem und reif geerntetem Gemüse und unterstützen zudem
die Landwirtschaft in Deutschland.

Saisonkalender Gemüse Brokkoli
Saisonkalender Gemüse Brokkoli

Herkunft des Broccolis?

Der Brokkoli als eine der zahlreichen Kulturformen des Gemüsekohls stammt ursprünglich aus Kleinasien. In Europa hat er durch Händler, die das Saatgut mitbrachten zunächst in Italien Bekanntheit erlangt bevor er dann schließlich im 16. Jahrhundert seinen Weg nach Frankreich und England fand. Dort kannte man ihn als „italienischen Spargel“. Im 18. Jahrhundert fanden erste Versuche statt den Brokkoli
auch in den USA zu kultivieren. In Deutschland konnte man sich mit dem inzwischen nicht mehr wegzudenkenden Kohl zunächst nicht wirklich anfreunden, erst als er in

den 70ern erneut aus Italien zu uns kam konnte er langsam den Weg zu seinem heutigen „Lieblingskohl-Status“ antreten. Brokkoli wird heutzutage auf der ganzen Welt geschätzt und angebaut. Bis heute sind die europäischen Hauptproduzenten des Brokkoli die westlichen
Mittelmeerländer, allen voran Italien.

Warum ist Brokkoli Gesund?

Brokkoli ist ein echter Alleskönner. Er macht nicht nur optisch und geschmacklich richtig etwas her, das grüne Gemüse verfügt außerdem über eine Vielzahl von Inhaltsstoffen, die sich positiv auf unsere Gesundheit auswirken können. In besonders hervorzuhebenden Mengen beinhaltet Brokkoli vor allem Vitamin C, Vitamin K und Betacarotin. Vitamin C ist wichtig für das Immunsystem und bekämpft freie Radikale. Mit einer 100 g Portion Brokkoli kannst du deinen Tagesbedarf schon mehr als decken. Den Tagesbedarf an Vitamin K kann eine gleich große Portion Brokkoli schon doppelt decken, das Vitamin ist wichtig für die Gesundheit unseres Blutes und unterstützt die Blutgerinnung, den Knochenstoffwechsel und das Zellwachstum. Durch eine hohe Aufnahme von Vitamin K kann Erkrankungen wie

Osteoporose und Herzerkrankungen vorgebeugt werden. Vitamin K ist außerdem wichtig, um eine optimale Calciumverteilung in unserem Körper zu gewährleisten. Brokkoli muss sich aber auch in Sachen Mineralstoffe nicht verstecken, so verfügt er über große Mengen an Calcium, Eisen und Kupfer. Brokkoli hat eine geringe Glykämische Last, was bedeutet, dass der Verzehr unseren Blutzuckerspiegel nur wenig beeinflusst. Das ist besonders im Hinblick auf Erkrankungen wie Diabetes ein wichtiger Faktor.

Das beliebte Kohlgemüse ist zudem kalorienarm und enthält wenig Kohlenhydrate. Das macht ihn zu einem super Begleiter in einer bewussten und ausgewogenen Ernährung und kann auch für Low-Carb-Ernährungsweisen hervorragend verwendet werden. Der hohe Wassergehalt des Schlankmachers sorgt überdies für einen gut balancierten Flüssigkeitshaushalt. Reich an Ballaststoffen unterstützt der Verzehr von Brokkoli eine gesunde Verdauung und die enthaltenen Sekundären Pflanzenstoffe verringern das Risiko für verschiedenste Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Es bleibt also festzuhalten, dass es sich beim Brokkoli um ein wunderbar gesundes Gemüse handelt, welches unsere Gesundheit genau wie unseren Speiseplan richtig aufpeppen kann und deshalb während seiner heimischen Saison von Mai bis Oktober ruhig regelmäßig auf unseren Tellern landen sollte.

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