Saisonkalender Gemüse Paprika

Saisonkalender Gemüse Paprika

Paprika

Paprika egal ob grün, gelb oder rot. Paprika sind echte Alleskönner und überzeugen nicht nur mit geschmacklicher Vielfalt und zahllosen Möglichkeiten sie zuzubereiten, sondern auch mit einer ganzen Reihe gesunder Inhaltsstoffe. Das leckere Gemüse
hat aus heimischem Anbau im Sommer Saison und sollte in dieser Zeit regelmäßig auf unseren Tellern landen.

Was ist Paprika und wie wächst sie?

Die Paprika ist Teil der Familie der Nachtschattengewächse und verwandt mit Tomaten, Auberginen und Kartoffeln. Im Gegensatz zur Kartoffel werden bei der Paprika jedoch die Früchte und nicht die unter der Erde befindliche Knolle geerntet.
Die Paprikaschoten sind bekannt für ihre vielen verschiedenen Früchte. Die als Gemüse und Gewürz genutzt werden können. Die verschiedenen Sorten wie Chili, Spanischer Pfeffer, Peperoni oder Pfefferoni werden für ganz unterschiedliche Zwecke genutzt und unterscheiden sich nicht nur optisch, sondern besonders in ihrem Schärfegehalt, für den der Stoff Capsaicin verantwortlich ist. Im Wesentlichen unterscheidet man zwischen Gewürzpaprika und Gemüsepaprika.

Saisonkalender Gemüse Paprika

Paprika, gehört mit ihren bunten Früchten zu den schönsten Gemüsearten.

Paprikaschoten ein wahrer alles Könner, köstlich im Geschmack und gesund

Die meisten hierzulande gängigen Sorten stammen dem spanischen Pfeffer (Capsicum annuum) ab. Alle Paprikapflanzen wachsen mehrjährig und zeichnen sich durch krautige Pflanzen mit langen ovalen Laubblättern aus. Die Pflanzen erreichen eine Wuchshöhe bis zu 150 cm und ihre Wurzeln reichen bis zu 60 cm tief in die Erde und verbreiten sich in
einem Umkreis von 30 bis 40 cm um die Paprikapflanze. Man erkennt die Paprikapflanze außerdem an glockenförmigen, weißen Blüten.

Die Paprikapflanzen wachsen am besten in saurem bis neutralem Boden, der im Idealfall locker-sandig oder lehmig ist. Paprika sind wärmebedürftige Pflanzen und bevorzugen einen geschützten Standort sowie sommerliche Temperaturen. In Deutschland gedeihen Paprikaschoten am besten in einem sonnenreichen Sommer. Die Frucht der Paprika ist als Schote bekannt, es handelt sich dabei aber botanisch um eine Beere.

Die Früchte begeistern mit einer erstaunlichen Farben- und Formenvielfal. So können wir uns an satt roten, orangen, gelben, grünen und braunen Paprika erfreuen. Die Paprikaschoten können schmal und hoch und mit Spitzem Ende (Gewürzpaprika) oder kugelig, mit rundem Ende (Gemüsepaprika) geerntet werden.
Grundsätzlich starten alle Paprikafrüchte mit einer grünen Farbgebung, die sich im Laufe der Reifung verändert. Es gilt: Je reifer die Frucht, desto aromatischer und süßer der Geschmack.

Wusstest du, dass seit Jahrtausenden, die Paprika bereits die Menschheit nährt. Und dass sich aus der ursprünglichen Form der Paprika zahlreiche Varianten kultivieren ließen. Heute werden immer mehr neue Sorten gezüchtet. Über die am besten geeignete Paprikasorte entscheidet vor allem der Zweck, dem diese später dienen soll. Wie bereits oben erwähnt, unterscheidet man im Wesentlichen zwischen Gemüse- und Gewürzpaprika.

Saisonkalender Gemüse Paprika - rote Paprikaschote

Beliebte Paprikasorten in Deutschland

Gemüsepaprika lassen sich weiter in Block-, Horn-, Spitz-, Brat-, Tomaten- sowie Snack- und Kirschpaprika unterteilen, deren wesentlichsten Eigenschaften ich euch hier aufzähle. Die Blockpaprika mag es gerne besonders warm und ist für uns wohl die geläufigste Paprikasorte und im Handel in grün, gelb/orange und rot erhältlich.

Sie ist mild im Geschmack. Sie eignen sich hervorragend zum Rohverzehr und zum Kochen. Die Hornpaprika lässt sich gut an ihrer langen Form erkennen und ist aromatisch und saftig, leider aber auch reich an Zucker. Spitzpaprika gehören zwar noch zu den Gemüsepaprika zeichnen sich aber schon durch eine leichte bis mittlere Schärfe aus. Die Bratpaprika sind kleine Früchte, die noch grün geerntet werden. Sie hat einen milden Geschmack und wird wie der Name bereits verrät meist gebraten verzehrt.

Besonders beliebt sind Paprikaschoten in der türkischen Küche. Die Tomatenpaprika lässt sich an ihrer eher runden Form und roten Farbe erkennen. Sie lässt sich super füllen und ist in der ungarischen Küche zu jeder Zeit das Mittel der Wahl.
Die Snackpaprika ist früh reif und bringt viele kleine Früchte hervor, die in aller Regel mild und süßlich sind. Die Kirschpaprika ist eine kleine Frucht, die zwar zu den Gemüsepaprikasorten zählt jedoch nur knapp an der Klassifizierung als Gewürzpaprika vorbeigehuscht ist.

Die Schote ist scharf und wir finden sie im Handel häufig mit Frischkäse gefüllt und / oder
eingelegt. Die wohl berühmtesten (Gewürz-)Paprika sind Chilis. Diese zeichnen sich durch eine besonders intensive Schärfe aus und verfügen über zahlreiche verschiedene Sorten.

Großer Beliebtheit erfreuen sie sich besonders in der südamerikanischen und asiatischen Küche. Die Schärfe in Scoville-Einheiten bestimmt. Wenn du eher zu milden Paprikaschoten tendiert, solltest du dich an Paprika mit niedrigen Scovillewerten halten, dazu gehören die oben genannten Gemüsepaprika, mit Ausnahme der oben genannten Kirschpaprika.

Wer es schärfer mag, kann sich vorsichtig (!!!) die Scovilleskala hocharbeiten und sich an Sorten wie Poblano, Jalapeño, Chipotle, Serrano, Arbol, Cayenne, Chiltepin und Habanero probieren. Zu den aller schärfsten Chilis der Welt gehören Red Savina, Naga Morich, Bhut Jolokia, Trinidad Scorpion und Carolina Reaper – Achtung, diese Sorten befinden sich auf der Scovilleskala bei Werten von über 350.000 (im Vergleich: Kirschpaprika 100-500 Scoville) und sind mit Vorsicht zu genießen.

Fun Fact: Schärfe ist eigentlich gar keine richtige Geschmacksrichtung, sondern vielmehr eine Schmerzempfindung. Durch die Reizung von Wärmerezeptoren in der Mundschleimhaut wird ein Schmerzreiz ausgelöst und die Durchblutung in der entsprechenden Region erhöht. Deswegen wird uns von Scharfem Essen auch heiß.

Wann haben Paprikaschoten Saison?

Paprika hat es gerne warm und deshalb erfolgt der Anbau dieses vielfältigen Gemüses hauptsächlich in tropischen und gemäßigten Zonen. In Europa gehören

Spanien und die Niederlande zu den größten Paprikaproduzenten. Durch Import sind Paprikaschoten für uns im Handel das ganze Jahr erhältlich. Aus heimischem Anbau werden Paprika hier in Deutschland von Juli bis Oktober geerntet. Die beste Saison um Paprika zu kaufen ist also Sommer und Frühherbst.

Zubereitung von Paprikaschoten

Ganz egal ob als Gewürz oder Gemüse – Paprikaschoten erfreuen sich weltweit großer Beliebtheit und sind Bestandteil zahlloser Gerichte. Durch ihre geschmackliche Vielfalt von mild bis super scharf und ihre vielfältige Einsetzbarkeit sind sie aus den
Küchen dieser Welt nicht mehr wegzudenken.

Für die Zubereitung von Gewürzen wird Paprika in aller Regel getrocknet. Und dann zu Pulver oder Flocken gemahlen. Über den Geschmack und Schärfegrad entscheidet dabei die entsprechende Sorte. Du kannst Paprika zur Herstellung verschiedenster Soßen nutzen dies ist vor allem in Süd- und Zentralamerika ein großer Teil der Essenskultur. Selbstgemachte Salsas aus unterschiedlichen Chilisorten sind auf dem Essenstisch eine absolute Selbstverständlichkeit.

In Ungarn ist Paprika ein wesentlicher Bestandteil des traditionellen Gulaschs, im Balkan Ajvar eine beliebte Beilage und in der Türkei und Griechenland werden gegrillte Paprikaschoten zu zahlreichen Gerichten als Beilage gereicht. In Deutschland sind Paprika besonders als Rohkost und Zutat im Salat beliebt, aber auch gefüllte Paprikaschoten mit Hackfleisch oder vegetarischer Füllung haben bei den meisten schon Mal auf dem Essenstisch gestanden.

Im Grunde gibt es nur eine Sache zu beachten: Die Paprikaschoten sollten immer gründlich gewaschen und entkernt werden, danach ist eurer Kreativität mit dem leckeren Gemüse keinerlei Grenzen gesetzt. Ob ihr sie nun als Gewürz oder als Gemüse, roh, gekocht, gedünstet, gebraten oder gegrillt genießen möchtet. Diese leckeren Alleskönner sind eine perfekte Zutat auf unserem Sommerspeiseplan und bringen Abwechslung auf den Teller.

Hier findest du eine Auswahl an leckeren Rezepten mit Paprika oder Chilis wie zum Beispiel eine leckere Thunfisch Quiche mit Paprika und Zucchini, einen Paprika-Feta-Dip nach griechischer Art, pikantes Paprika-Sahne Hähnchen aus dem Ofen, gefüllte Paprikaschoten mit Hackfleisch, eine einfache Quiche mit Paprika und Chorizo, herzhaftes Hähnchengeschnetzeltes mit Paprika und Tomate, köstliches Rindergeschnetzeltes mit Paprika und Artischocken, eine asiatische Gemüsepfanne, gefüllte Jalapeño Poppers mit Frischkäse und Bacon sowie ein leckeres Chili con Carne Originalrezept.

Chilischoten ,Habanero ,Jalapeno und Rawit
Chilischoten, Habanero, Jalapeño und Rawit

Die Herkunft der Paprika:

Die Paprika hat ihren Ursprung in Südamerika und hat sich mit der Zeit, vermutlich durch Vögel, auch in Mittelamerika verbreitet. Es ist bewiesen, dass die Paprika sich als Nutzpflanze in Mexiko schon um 7000 vor Christus großer Beliebtheit erfreute. Dabei handelte es sich noch um Wildarten der heute kultivierten Paprikaschoten.

Nach Europa kam die Paprika, nachdem Columbus das Gemüse auf seiner Entdeckungstour durch Amerika bei den Indianern kennengelernt hatte. Diese verwendeten die Paprika damals gemahlen als Gewürz in ihren Speisen und man nahm deshalb zunächst an, dass es sich um Pfeffer handelt. Auch heute sind Paprika, besonders Chilis aus den Küchen Süd- und Mittelamerikas nicht wegzudenken.

Wie kann ich die Frische von Paprika beurteilen?

Frische Paprikaschoten erkennt man an einer prallen Frucht mit einer intakten, glatten Schale und einem frischen, knackigen Stiel. Vom Kauf fleckiger oder schrumpeliger Paprika mit einem weichen oder runzeligen Stiel solltest du absehen.

Wie wird Paprika am besten gelagert?

Paprika halten sich bei normaler Raumtemperatur ca. 3 Tage. Im Gemüsefach deines Kühlschranks kannst du sie bis zu einer Woche aufbewahren. Bitte behalte immer im Hinterkopf, dass Paprika nicht zu kalt gelagert werden sollte. Dies können sie nicht gut ab. Entdeckst du eine schimmelige Stelle an der Paprika solltest du sie ganz entsorgen. Paprika lassen sich gut einfrieren, dazu solltest du sie vorher gründlich abwaschen und abtrocknen.

Paprikaschoten haben einen hohen Wassergehalt, nach dem Auftauen eignen sie sich deshalb nicht mehr so gut zum Rohverzehr. Du kannst sie aber noch für viele Gerichte nutzen.
Eine weitere Möglichkeit Paprika haltbar zu machen ist das Einlegen. Egal ob roh, gekocht oder gegrillt – Paprika lassen sich hervorragend einlegen und sind eine super Geheimwaffe im Vorratsschrank, falls es mal schnell gehen muss.

Paprikaschoten halten sich bei normaler Raumtemperatur ca. 3 Tage. Im Gemüsefach deines Kühlschranks kannst du sie bis zu einer Woche aufbewahren. Bitte behalte aber im Hinterkopf, dass Paprikaschoten nicht zu kalt gelagert werden sollten, das können sie nicht gut ab.

Entdeckst du eine schimmelige Stelle an der Paprika solltest du sie ganz entsorgen. Paprika lassen sich gut einfrieren, dazu solltest du sie vorher gründlich abwaschen und abtrocknen. Paprika haben einen hohen Wassergehalt, nach dem Auftauen eignen sie sich deshalb nicht mehr so gut zum Rohverzehr.

Du kannst sie aber noch für viele Gerichte nutzen. Eine weitere Möglichkeit Paprika haltbar zu machen ist das Einlegen. Egal ob roh, gekocht oder gegrillt – Paprika lassen sich hervorragend einlegen und sind eine super Geheimwaffe im Vorratsschrank, falls es mal schnell gehen muss.

Ganz egal ob nun rot, gelb oder grün – Paprikaschoten enthalten eine Vielzahl toller Inhaltsstoffe, die einen positiven Einfluss auf unsere Gesundheit haben können. Sie sind deshalb nicht nur optisch und geschmacklich ein echter Renner auf unseren
Tellern, sondern auch eine tolle Zutat für eine bewusste und ausgeglichene Ernährung.

Wie gesund sind Paprikaschoten

Paprikaschoten enthalten wenig Kalorien, wenig Kohlenhydrate und wenig Fett, das macht sie zu einem absoluten must-have für jeden, der ein wenig auf Linie achten möchte. Ein hoher Anteil Ballaststoffe unterstützt zudem eine gesunde Verdauung. Sie enthalten außerdem eine ganze Menge gesunder Inhaltsstoffe wie Kalium, Magnesium, Zink und Calcium. Kalium hilft dabei den Säure-Basen-Haushalt in Balance zu halten, unterstützt die Nervengesundheit und kann überdies Bluthochdruck und anderen Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen.

Magnesium ist wichtig für die Muskeln und Zink spielt eine große Rolle für unser Immunsystem. Auch eine Reihe Vitamine finden sich in der Paprika, so beeindruckt sie mit einem besonders hohen Gehalt an Vitamin C und zusätzlich mit Vitamin A und Vitamin B. Flavonoide und Carotine, beide Bestandteil der Paprikaschote, sind wichtige Antioxidantien und neutralisieren freie Radikale, spielen deshalb eine super wichtige Rolle, wenn es darum geht unseren Körper gesund zu halten.

Zwar sind Paprika keine Spitzenreiter, wenn es um Eisen geht, gemeinsam mit dem erstaunlich hohen Anteil an Vitamin C kann das Eisen nämlich wesentlich besser im Blut aufgenommen werden und kann Erkrankungen wie Blutarmut vorbeugen. Vitamin C leistet unserem Immunsystem große Dienste und kann außerdem einen positiven Einfluss auf die Gesundheit der Augen und das Bindegewebe haben.

Paprika ist bereits von den Ureinwohnern Amerikas als Heilmittel eingesetzt worden und auch heute kennen wir den Inhaltsstoff Capsaicin, der für die Schärfe in Paprika
sorgt, noch als Bestandteil von vielen Schmerz- oder Wärmepflastern. Allerdings gibt es trotz der vielen Vorteile des Verzehrs von Paprika auch einen kleinen Nachteil: Paprika enthalten Substanzen, die einem Protein der Birke ähneln, die eine Kreuzallergie auslösen können.

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