Klassisches Mürbeteig Rezept für süße Tartes & Tartelettes (Pâte sucrée)
Ein guter süßer Mürbeteig ist für mich die Grundlage für viele meiner liebsten Tartes. Seit über 30 Jahren backe ich meine Obsttartes, Zitronentartes und kleinen Tartelettes mit diesem Rezept. Kennengelernt habe ich den Teig während eines Urlaubs in der Normandie. Dort habe ich in unserem Ferienhaus zum ersten Mal eine französische Tarte aux Pommes gebacken und das Rezept von unserer Vermieterin bekommen. Seitdem gehört dieser feine Tarteteig fest zu meiner Küche. Ein gutes Fundament ist beim Backen genauso wichtig wie beim Hausbau und genau das ist dieser süße Mürbeteig für französische Tartes.
Was ich an diesem Rezept so gerne mag, ist seine Vielseitigkeit. Der Teig ist fein buttrig, lässt sich gut vorbereiten und passt zu ganz unterschiedlichen Füllungen. Mal backe ich damit eine klassische Apfeltarte, mal eine Zitronentarte oder eine fruchtige Tarte mit Beeren. Auch kleine Tartelettes lassen sich damit wunderbar zubereiten. Seitdem begleitet mich dieses Teigrezept durch alle Jahreszeiten und ist aus meiner Küche nicht mehr wegzudenken.
Die französische Pâte sucrée ist ein süßer Mürbeteig, der durch Butter, Zucker und Eigelb seinen zarten Schmelz und feinen Geschmack erhält. Er eignet sich perfekt für alle süßen Tartes, Tartelettes oder Desserts mit Obst und Cremefüllung. Im Gegensatz zu herkömmlichem Mürbeteig ist die Pâte sucrée etwas fester und dadurch beim Ausrollen leichter zu handhaben, ideal, wenn du Wert auf saubere Ränder und eine stabile Teigboden legtst.
Was ich an diesem Teig besonders liebe: Er lässt sich wunderbar vorbereiten, einfrieren und ist beim Backen herrlich unkompliziert. Mit etwas Ruhezeit im Kühlschrank, kalter Butter und sorgfältigem Ausrollen gelingt er wirklich jedem.
Süßer Mürbeteig Tortenboden mit gemahlenen Mandeln und Vanille

Für mich gehören bei diesem Rezept ein paar kleine Dinge einfach dazu: kalte Butter, eine kurze Verarbeitung und ausreichend Ruhezeit im Kühlschrank. Ich rolle meinen Tarteteig außerdem gerne zwischen zwei Lagen Backpapier aus. So kann ich ihn schön dünn ausrollen, ohne dass er an der Arbeitsfläche klebt. Genau so habe ich es mir über die Jahre angewöhnt.
Ich habe ihn über die Jahre in vielen Varianten gebacken, ob als Boden für meine französische Apfeltarte mit Rahmguss, meine Tarte au Citron oder als knusprige Basis für frische Sommer-Tartes mit Beeren. Immer gelingt er gleichmäßig, aromatisch und buttrig ein echter Allrounder für alle Gelegenheiten.
Besonders wichtig: Er wird für die meisten Tartes blind vorgebacken, damit er schön knusprig bleibt und die Füllung nicht durchweicht.
Dieses leckere Tarteteig ist für süße Obstböden. Die du nach dem Backen mit unterschiedlichem Obst belegt oder Creme füllen kannst.
Dieser süße Mürbeteig eignet sich hervorragend für:
Obsttartes mit Erdbeeren, Himbeeren, Pfirsichen oder Äpfeln
Cremetartes, die mit Pudding, Sahne oder Mascarpone gefüllt werden
Klassische Tartes wie Schokoladentarte oder Zitronentarte
Kleine Tartelettes, die sich wunderbar als Dessert servieren lassen
Klassisches Mürbeteig Rezept für einen süßen Tarteteig (Pâte sucrée)
Ein guter süßer Tarteteig gelingt nur mit kalter Butter, sie sorgt für die typische mürbe Konsistenz. Verwende am besten immer echte Butter statt Margarine, da sie dem Teig ein feines Aroma gibt. Achte außerdem darauf, den Teig nicht zu lange zu kneten, sonst wird er hart statt zart und mürbe.
Zutaten für eine Tarteform (24–26 cm Ø)
Mehl (200 g): Ich verwende für meinen Mürbeteig klassisches Weizenmehl Type 405. Es sorgt für eine feine, zarte Struktur. Wer mag, kann einen Teil des Mehls auch durch Dinkelmehl ersetzen, dann bekommt der Teig einen etwas nussigeren Geschmack.
Gemahlene Mandeln (50 g): Sie machen den Teig aromatischer und geben ihm eine zarte, leicht saftige Konsistenz. Durch die Mandeln bricht der Teig beim Ausrollen nicht so leicht – ein kleiner Trick, den ich sehr liebe.
Ei (1 großes Ei + 1 Eigelb): Das Ei sorgt für Bindung und macht den Teig geschmeidig. Das zusätzliche Eigelb verleiht dem Teig mehr Elastizität und eine schöne goldene Farbe.
Zucker (80–100 g): Je nachdem, wie süß du die Tarte später belegen möchtest, kannst du die Zuckermenge variieren. Für sehr süße Füllungen nehme ich eher 80 g, für fruchtige Tartes wie meine Apfeltarte dürfen es auch 100 g sein
Butter (125 g kalt): Kalte Butter ist das A und O für einen gelungenen Mürbeteig. Sie sorgt für die typische mürbe Konsistenz. Ich schneide die Butter immer in kleine Würfel, damit sie sich schnell und gleichmäßig in den Teig einarbeiten lässt.
Salz (1 Prise): Auch bei süßem Gebäck darf Salz nicht fehlen. Es hebt den Geschmack und rundet die Süße perfekt ab.
Vanille oder Zitrusabrieb: Für das Aroma verwende ich gerne das Mark einer halben Vanilleschote. Alternativ kannst du auch etwas Abrieb von Bio-Zitrone oder -Orange hinzufügen. Gerade bei fruchtigen Tartes bringt die Zitrusnote eine herrliche Frische in den Teig.
Mein Tipp: Den fertigen Teig solltest du unbedingt mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen. So wird er beim Ausrollen geschmeidiger, bricht nicht und behält beim Backen seine Form. Wenn er etwas klebt, ein kleines bisschen Mehl darüber streuen, dann kann man ihn gut ausrollen.
Man kann den Tarteboden auch gut einfrieren oder auch einige Tage in einer gut schließenden Keksdose aufbewahren. Je nach Rezept füge ich dem süßen Tarte Teig noch das Mark einer Vanilleschote oder auch Zitronen oder Orangen Zesten zu.
Dieser süße Mürbeteig ist mein persönliches Grundrezept, das ich seit vielen Jahren für meine Tartes und Tartelettes verwende. Schon bei meiner Teilnahme an MasterChef Deutschland habe ich gelernt, wie wichtig ein perfekter Tarteboden ist, damit die Füllung richtig zur Geltung kommt.
Mit diesem Tarte Teig süß gelingt mir meine klassische Apfeltarte, eine fruchtige Beeren-Tarte oder auch eine elegante Tarte au Citron jedes Mal zuverlässig. Der Teig ist aromatisch, fein und gelingsicher genau so, wie es sich für einen französischen Pâtisserie-Teig gehört. Durch die Mandeln bekommt er ein besonderes Aroma und eine stabile, aber zarte Konsistenz, die sich wunderbar mit Obst oder Cremes kombinieren lässt.
Durch seine Vielseitigkeit ist dieser Teig ein echtes Grundrezept, das in keiner Küche fehlen darf. Wer einmal den Unterschied zu Fertigböden probiert hat, wird merken, wie viel feiner und aromatischer ein selbstgemachter Mürbeteig Tarteboden schmeckt.
Ich backe alle meine Tarte und Quiche immer mit Butter, da sie mir so viel besser schmecken. Der Teig reicht dünn ausgerollt auch für eine 26 Form und für ca. 10 kleine Förmchen. Ich rolle den Teig zwischen zwei Lagen bemehltem Backpapier immer aus.

Warum ich diesen Teig seit 30 Jahren verwende
Ich habe in all den Jahren viele Teigrezepte ausprobiert, mit Mandeln, Puderzucker oder Eigelbvarianten. Doch dieses Rezept bleibt mein Favorit. Der Tarteteig ist unkompliziert, vielseitig und liefert immer gleich gute Ergebnisse. Wenn ich eine neue Tarte entwickle, greife ich fast automatisch zu dieser Basis. Sie ist mein kulinarisches Stück Frankreich in der heimischen Küche und erinnert mich jedes Mal an duftende Tartes aus kleinen französischen Pâtisserien.
Noch mehr Teigrezepte aus meiner Küche
Wenn du gerne selbst Teige für Tartes, Quiches und Torten zubereitest, findest du bei mir noch weitere bewährte Grundrezepte. Für herzhafte Quiches und Tartes verwende ich gerne meinen herzhaften Quicheteig. Er ist eine schöne Ergänzung zu meinem süßen Mürbeteig und eignet sich wunderbar für verschiedene Gemüse-, Käse- oder Fleischfüllungen.
Für festliche Torten ist mein Schoko-Biskuitboden eine tolle Alternative zum klassischen Biskuit. Gerade wenn eine Torte etwas schokoladiger werden darf, greife ich gerne zu diesem Boden. So kannst du je nach Anlass entscheiden, ob du einen feinen süßen Tarteteig, einen herzhaften Quicheteig oder einen luftigen Schoko-Biskuit backen möchtest.
Ich liebe solche Grundrezepte, weil sie mir beim Backen immer wieder als zuverlässige Basis dienen. Mit einem guten Teig lassen sich ganz unterschiedliche Tartes, Quiches und Torten gestalten – und genau diese Vielseitigkeit macht das Backen für mich so schön.


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Hast du mein Rezept ausprobiert?
Dann freue ich mich sehr, wenn du mir erzählst, wie dir mein süßer Tarteteig gelungen ist. Hast du daraus eine fruchtige Tarte, eine Zitronentarte oder kleine Tartelettes gebacken? Vielleicht hast du den Teig auch mit deinem Lieblingsobst oder einer eigenen Cremefüllung kombiniert.
Wie hat dir mein Rezept gefallen?
Wenn du mein Mürbeteig-Rezept für süße Tartes ausprobiert hast, freue ich mich sehr über deine 5-Sterne-Bewertung und einen persönlichen Kommentar. Deine Erfahrung ist auch für andere Leser eine schöne Hilfe – und ich lese immer sehr gerne, welche Tarte ihr mit meinem Grundrezept gebacken habt. Vielen Dank fürs Backen, Bewerten und Teilen deiner Erfahrung!
Letzte Aktualisierung: 28.09.2026
Warum ich diesen Tarteteig seit über 30 Jahren immer wieder backe
Ich habe in den vielen Jahren natürlich auch andere Rezepte für süßen Mürbeteig ausprobiert. Mal mit etwas mehr Zucker, mal mit anderen Mengenverhältnissen oder ohne Mandeln. Trotzdem greife ich bei meinen Tartes immer wieder zu diesem Rezept zurück. Es ist der Teig, den ich aus meiner Küche einfach kenne und bei dem ich genau weiß, wie er sich beim Ausrollen und Backen verhält.
Besonders wichtig ist mir dabei, den Teig nicht unnötig lange zu bearbeiten. Ich arbeite die kalte Butter zügig ein, lasse den fertigen Teig im Kühlschrank ruhen und rolle ihn anschließend dünn aus. Gerade diese ruhige Arbeitsweise hat sich für mich über viele Jahre bewährt. Wenn ich eine Tarte plane, bereite ich den Teig deshalb gerne schon am Vortag vor. So kann ich am nächsten Tag ganz entspannt mit dem Ausrollen und Belegen beginnen.
Ich mag außerdem, dass dieser Tarte Teig süß sowohl für eine große Tarteform als auch für kleine Tartelettes funktioniert. Je nachdem, was ich backen möchte, passe ich nur die Form und die Dicke des ausgerollten Teiges an. Für eine fruchtige Tarte backe ich den Boden gerne blind vor, damit er schön knusprig bleibt und später nicht durch die Füllung aufweicht.
Wenn ich heute an das Rezept zurückdenke, muss ich immer ein wenig an die Normandie denken. Es ist eines dieser Rezepte, die für mich nicht nur eine Zutatensammlung sind, sondern mit einer schönen Reiseerinnerung verbunden bleiben. Dass ich den Teig damals von unserer Ferienhaus-Vermieterin bekommen habe und ihn seitdem über so viele Jahre immer wieder gebacken habe, macht ihn für mich zu einem ganz besonderen Grundrezept.
Und genau deshalb gehört dieser süße Mürbeteig für Tartes für mich zu den Rezepten, die ich nicht mehr missen möchte. Er ist eine kleine Verbindung zu meiner Liebe zur französischen Küche und gleichzeitig ein zuverlässiger Teig, auf den ich mich bei meinen Tartes und Tartelettes immer wieder gerne verlasse.
Mürbeteig süß Grundrezept
Kochutensilien
- 1 Rührschüssel
- 1 Waage
- 1 Quicheform 24-26 cm
- 1 Messer
- 2 Backpapier
- 1 Hülsenfrüchte zum Blindbacken
Zutaten
- 200 g Mehl
- 50 g Mandeln
- 1 ganzes Ei groß
- 80-100 g Zucker
- 125 g Butter kalt
- 1 Prise Salz
- ½ Mark einer Vanilleschote oder Orangen , Zitronenschale
- 1 Eigelb
Anleitung
- Alle Zutaten bereitstellen und wiegen.
- Das Mehl mit den Mandeln, Salz und dem Zucker mischen
- die kalte Butter bitte keine Margarine, würfeln, mit dem Ei zum Mehl geben.
- Mit den Händen den Teig schnell vermengen und kneten
- den Teig ca. 30 Minuten kühlen
- nun in die Förmchen oder eine große Tarteform fetten und den Teig mit den Förmchen ausstechen und gut in die Förmchen drücken
- den Teig mit Backpapier abdecken und mit getrockneten Hülsenfrüchten oder Back-Tonkugeln befüllen.
- Im vorgeheizten Ofen bei 180-190 ℃ ca. 15 Minuten backen, nach der Zeit vorsichtig das Backpapier und die Linsen entfernen und den Tarteboden noch 3-4 Minuten backen. Kleine Tartelettes brauchen ein paar Minuten weniger
- Sie sollten hellgelb sein. Leicht abkühlen lassen und dann vorsichtig aus der Form nehmen und auskühlen lassen .
- Wenn man den Tarteboden statt der Beeren mit einer Schokoladencreme oder anderem backen möchte reichen 15 Minuten vorbacken da der Boden ja dann nochmal für eine Zeit in den Ofen kommt
Notizen
Nährwerte
Wie lange muss süßer Mürbeteig im Kühlschrank ruhen?
Mein süßer Tarteteig sollte nach dem Kneten mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ruhen. Ich bereite den Teig auch gerne schon am Vortag zu. Gut verpackt hält er sich im Kühlschrank bis zu 2 Tage.
Warum wird süßer Tarteteig mit kalter Butter zubereitet?
Für meinen süßen Mürbeteig ist kalte Butter besonders wichtig. Sie sorgt für die typische mürbe und zarte Konsistenz. Ich schneide die Butter in kleine Würfel und arbeite sie zügig mit den übrigen Zutaten ein. Den Teig solltest du außerdem nicht lange kneten, damit er schön zart bleibt.
Muss man einen süßen Tarteteig blindbacken?
Für viele meiner süßen Tartes backe ich den Tarteboden blind vor. Dabei wird der Teig mit Backpapier und getrockneten Hülsenfrüchten oder Backperlen beschwert. So bleibt der Boden schön knusprig und wird durch eine spätere Obst- oder Cremefüllung nicht so schnell weich.
Über mich
Kochen ist meine große Leidenschaft. Seit über zehn Jahren teile ich auf meinem Foodblog „Kochen aus Liebe“ meine erprobten Lieblingsrezepte, die in meiner Küche immer wieder auf den Tisch kommen. Besonders wichtig ist mir, dass meine Gerichte alltagstauglich sind, zuverlässig gelingen und der ganzen Familie schmecken.
Viele meiner Rezepte begleiten mich schon seit meiner Kindheit und stammen aus unserer Familienküche. Gleichzeitig lasse ich immer wieder neue Ideen und Inspirationen aus meinen Reisen sowie meinen eigenen Erfahrungen einfließen. Durch meine Teilnahme an „MasterChef Deutschland“ und verschiedene TV-Auftritte, unter anderem beim WDR & RTL, durfte ich meine Leidenschaft fürs Kochen weiter vertiefen.
Einige meiner Rezepte wurden außerdem in Kochbüchern und Magazinen veröffentlicht. Heute entwickle ich täglich neue Rezepte für meine Familie und meine Leserinnen und Leser – mit viel Liebe zum Detail, langjähriger Erfahrung und der Freude, andere für gutes, selbst gekochtes Essen zu begeistern.
Ich wünsche dir ganz viel Freude beim Nachkochen!
Deine Regina












Rezept ist gut jedoch nichts für Anfänger, denn im Grundrezept- Teig wird das Ei bei der Zubereitung gar nicht mehr erwähnt.
Hallo Sonia, ja da hat sich der Fehlerteufel eingeschlichen und das Ei verschluckt! Zum Glück hat man es auf dem Foto vom Rezept Schritt gesehen!
Ich habe es aber nun wieder in den Text eingefügt!
Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende! Das Rezept ist wirklich einfach, auch für Back-Anfänger. Deshalb bebildere ich jedes Rezept Schritt für Schritt
genau.
Liebe Grüße Regina
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Kann man danach die Linsen ganz normal weiterverwenden und z.B. daraus eine Suppe kochen? LG
Hallo Jenny nein eine Suppe kann man mit diesen Linsen auf keinen Fall mehr kochen. Ich fülle die abgekühlten Linsen in eine Dose und verwende sie immer wieder zum Blindbacken meiner Tarte Böden. Man kann sie sehr lange 1-2 Jahre nutzen.
Liebe Grüße Regina
Super… Und soooo toll erklärt ?
Einen lieben Dank! Liebe Grüße Regina
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