Saisonkalender Gemüse Champignon

Saisonkalender Gemüse Champignon

Champignon

Champignon auch Egerling genannt sind ein echtes Allround-Talent und vielfältig in der Küche einsetzbar. Egal ob roh oder zubereitet zu leckeren Soßen und herzhaften Gerichten sorgen sie für Abwechslung auf unserem Teller und das sogar ganzjährig. Hier erfahrt ihr alles, was ihr über die milden Speisepilze wissen müsst.

Was sind Champignons?

Der Champignon, der im Deutschen auch häufig Egerling genannt wird, ist ein Pilz, der Teil der Familie der Champignon verwandten ist. Der zweisporige Champignon ist einer der bedeutendsten Kulturpilze auf der ganzen Welt. Auf seine Herkunft weißt bereits der Name des Champignons hin. Champignon bedeutet im Französischen nichts Anderes als schlicht „Pilz“, allerdings werden die leckeren Pilze, die wir hier als Champignons kennen in Frankreich „Agaric“ genannt. Mehr zur Geschichte des Lieblingspilzes könnt ihr weiter unten erfahren.
Der heutige Champignon ist eine Zuchtform des ursprünglichen zweisporigen Egerlings, der ursprünglich in Wäldern anzufinden war und es bis heute ist. Tatsächlich gibt es auch noch heute einige Pilz Begeisterte, die sich im Herbst auf die Suche nach Pilzen machen, die meisten von uns beziehen die kleinen Lieblinge aber aus dem Handel.

Saisonkalender Gemüse Champignon

Champignon, auch Egerling hat das ganze Jahr Saison und ist ein vielseitiger Allrounder in der Küche. Die Pilze sind ein gesundes Lebensmittel

Das Pflücken von Pilzen ist nämlich gar nicht so ein einfaches Unterfangen, denn auch wenn zur Gattung der Champignons eine Vielzahl beliebter Speisepilze gehören, gibt es eben auch giftige Arten, die sich zum Verzehr überhaupt nicht eignen. Außerdem neigen einige Pilze zur Anreicherung von Schwermetallen, wenn sie an entsprechend belasteten Standorten wachsen. Champignons wachsen aus dem Boden und entwickeln einen in Hut und Stiel gegliederten, fleischigen Fruchtkörper, der größtenteils weiß oder braun gefärbt ist.

Die Lamellen des Champignons, die unter dem Hut zu finden sind, reihen sich dicht aneinander und haben bei sehr jungen Champignons eine hellgraue, blassrosa Farbe, die sich im Laufe der Zeit braun oder sogar schwarz verfärben kann. Der Stiel wird bis zu 8 cm lang und hat eine Zylinder- bzw. Keulenform und lässt sich leicht vom Hut trennen, der zunächst kugelförmig erscheint, mit der Zeit aber flacher wird und in der Regel eine glatte Oberfläche hat.

Saisonkalender Gemüse Champignon
Saisonkalender Gemüse Champignon

Heutzutage werden Champignons hauptsächlich gezüchtet. Dafür werden klimakontrollierte Tunnel angelegt, in denen die leckeren Champignons innerhalb von ca. 5 Wochen reifen. Die Champignons werden ausschließlich von Hand geerntet, um sicherzustellen, dass sie nicht beschädigt werden und ihr makelloses Aussehen behalten. Außerdem kann so verhindert werden, dass Reste der Erde an den
beliebten Pilzen zurückbleiben. Im Anschluss an die Ernte wird umgehend nach Zustand, Größe und Gewicht sortiert. Die Qualität der Champignons wird in drei Klassen eingeteilt, so müssen Champignons der Qualitätsklasse 1 makellos sein und dürfen minimal bis keine „Fehler“ aufweisen, Champignons der Qualitätsklasse 2 können schon mal ein paar Verfärbungen aufweisen und Champignons der Klasse 3 dürfen auch noch mit kleineren Druckstellen passieren.

Den Geschmack des Champignons zu beschreiben ist etwas schwierig. Alle Speisepilze enthalten Octenol, ein Stoff, der maßgebend für den Geschmack ist und vor allem beim Schneiden der Pilze freigesetzt wird. Dieser Stoff kommt hauptsächlich in Pilzen vor und nicht in vielen anderen Pflanzen. Es ist deshalb, auch wenn es noch so blöd klingt, tatsächlich so, dass Pilze eben „pilzig“ schmecken, und zwar genau wegen dieses Inhaltsstoffes. Weiße Champignons verfügen über ein eher mildes Aroma, während braune Champignons intensiver schmecken.

Wann ist Champignon-Saison?

Champignons sind aus heimischem Anbau das ganze Jahr über verfügbar. Das liegt vor allem an den inzwischen sehr modernen und ganz speziell klimakontrollierten Zuchtmöglichkeiten, die Anbau und Ernte ganzjährig möglich machen. Deutschland hat in Sachen Champignons einen Selbstversorgungsgrad von 50 %, so sind im Jahr 2019 in Deutschland zum Beispiel 75.000 Tonnen Champignons produziert worden und die Tendenz ist steigend. Das hat für uns den Vorteil, dass die leckeren Speisepilze keine weiten Transportwege hinter sich haben, besonders da Champignons sehr empfindlich sind. Wir können so das ganze Jahr von frischen Champignons aus heimischem Anbau profitieren.

Wie kann ich die Frische von Champignons beurteilen?

Champignons sollten beim Kauf frisch und prall aussehen und möglichst wenig Verfärbungen und keine Druckstellen aufweisen. Verletzungen und Dellen in der Haut des Champignons können schnell matschig werden und zum zügigen Verderb führen. Grundsätzlich gilt es im Hinterkopf zu behalten, dass Champignons sehr empfindlich sind. Riechen die Champignons unangenehm oder sehen bereits
schlapp und matschig aus solltet ihr vom Kauf unbedingt absehen.

Wie werden Champignons am besten gelagert?

Wie bereits erwähnt sind Champignons empfindlich, sie eignen sich deshalb schlecht für eine längere Lagerung und werden am besten ganz frisch verzehrt oder zubereitet. Deswegen müsst ihr aber nicht besorgt sein, ein paar Tage könnt ihr die leckeren Pilze durchaus im Gemüsefach eures Kühlschranks aufbewahren. Sind die Champignons nicht mehr in ihrer Originalverpackung, könnt ihr sie in einer Papiertüte aufbewahren oder locker in ein Geschirrtuch wickeln. Wichtig ist, dass sie nicht eng aneinandergepresst werden, da dadurch Druckstellen entstehen können, die zum schnellen Verderb der Champignons führen. Sie brauchen ein wenig Luft, deshalb bietet es sich auch nicht an, die Speisepilze in einem geschlossenen Plastikbeutel aufzubewahren.

Sind die Champignons in einem Schächtelchen mit Plastikfolie, nehmt die Folie ab, bevor die kleinen Leckereien in den Kühlschrank wandern. Ihr tut euch außerdem einen großen Gefallen, wenn ihr sie nicht gemeinsam mit sehr geruchsintensiven Lebensmitteln wie Zwiebeln oder Knoblauch lagert, da die Champignons leicht das Aroma dieser annehmen können. Champignons können eingefroren werden, ihr solltet dabei darauf achten, dass die Pilze wirklich intakt sind. Tatsächlich hat das Einfrieren sogar den Vorteil, dass die leckeren Pilze ein etwas kräftigeres Aroma entwickeln. Vor dem Einfrieren sollten die Pilze geputzt werden, dazu eignet sich am besten eine kleine Bürste und kein Wasser, anschließend könnt ihr die Pilze in die gewünschte Größe schneiden und in einem Gefrierbeutel oder einem luftdichten Aufbewahrungsbehälter einfrieren. Eine weitere Möglichkeit eure Champignons haltbar zu machen ist das Einlegen.

Saisonkalender Gemüse Champignon
Saisonkalender Gemüse Champignon

Zubereitung von Champignons

Vor der Zubereitung solltet ihr eure Champignons zunächst abbürsten oder mit einem feuchten Tuch putzen. Champignons mit leichten Verfärbungen oder Dellen müssen nicht zwangsläufig weggeschmissen werden, solang die Champignons nicht matschig oder sehr beschädigt sind oder unangenehm riechen eignen sie sich nach wie vor zum Verzehr. Anschließend gibt es zahllose Möglichkeiten, das leckere Gemüse in der Küche zu nutzen. Champignons eignen sich zum Rohverzehr und können so als wunderbare Zutat in
Salaten genutzt werden. Angebraten machen die leckeren Pilze eine super Beilage oder sogar Hauptspeise und man kann wunderbar mit verschiedenen Kräutern und Gewürzen experimentieren.

Auch als Grill- oder Ofengemüse machen Champignons, egal ob gefüllt oder nicht, eine super Figur. Champignons lassen sich außerdem super in Gemüsepfannen und Aufläufen oder zu leckeren Suppen verarbeiten und machen einen tollen Belag für Pizzen und Baguettes. Eingelegt mit Olivenöl und Knoblauch lassen sich Champignons als Antipasti zubereiten und sind ein echtes Highlight, wenn die Küche mal kalt bleibt. Besonders beliebt sind Champignons auch für eine Vielzahl leckerer Soßen! Auf meinem Blog findest du eine Auswahl an leckeren Rezepten mit Champignons wie zum Beispiel leckere gefüllte Champignons mit Hackfleisch und Käse, Rumpsteak mit Champignons, herzhaftes Geschnetzeltes nach Züricher Art, eine leckere Asia Pfanne, Gnocchi mit einer cremigen Soße, mit Hähnchen und Champignons, Rindergeschnetzeltes Boeuf Stroganoff mit Champignons, Hackfleischbällchen in Champignon-Rahm-Soße und ein Rezept für klassisches Hühnerfrikassee mit Champignons.

Beliebte Champignon-Arten in Deutschland

Champignons verfügen über eine unglaubliche Sortenvielfalt, deren Abgrenzungen nicht immer ganz unkompliziert zu machen sind. Weltweit soll es ungefähr 200 Arten des Champignons geben, in Europa allein 60. Man unterscheidet allerlei verschiedene Gattungen und deswegen beschränke ich mich in diesem Moment auf den zweisporigen Egerling, der der weltweit meist angebaute und wohl der ist, der
uns hier im Handel am häufigsten begegnet. Dort ist er uns unter den verschiedensten Namen wie weißer oder brauner Champignon, Egerling, Zucht- oder Kulturchampignon bekannt.

Er kann in den verschiedensten Arten und Weisen gezüchtet werden, sodass man ihn in verschiedenen Farben, Größen und Formen kaufen kann. Die drei am häufigsten angebotenen Champignons in Deutschland sind der weiße
Champignon, der etwas milder im Geschmack ist, der braune Champignon, der über ein etwas kräftigeres Aroma verfügt und der unter dem Namen „Portobello“ bekannte riesengroße, braune Champignon, der sich hervorragend zum Füllen eignet.
Grundsätzlich sollte der Zweck für die Wahl des Champignons den Hauptausschlag geben. So eignen sich zum Dünsten und Kochen vor allem Champignons mit kleineren Köpfen, da diese durch ihre Kompaktheit und das feste Fleisch weniger Wasser verlieren.

Herkunft des Champignons

Die Wildform des Champignons ist ursprünglich auf der Nordhalbkugel beheimatet wirklich ins Gespräch kam der heute so beliebte Speisepilz aber um 1650 als er zunächst in Frankreich im großen Stil kultiviert wurde. Auf diese französische Kultivierung des Champignons weist bis heute sein Name hin, so bedeutet das französische Wort „Champignon“ ins Deutsche übersetzt nicht Anderes als essbarer
Pilz. „Pariser Pilz“ ist eine weitere Bezeichnung, die noch immer auf diese Zeit.

Gesundheit

Champignons haben nicht nur einen wahnsinnig leckeren Geschmack und sind vielseitig in der Küche zu verwenden, wir können unserem Körper mit dem Verzehr der leckeren Speisepilze außerdem etwas richtig Gutes tun. Champignons bestehen zu 91 % aus Wasser und sind kalorien- und fettarm. Bieten daher hervorragende Eigenschaften für alle, die ein wenig auf die Linie achten wollen. Die enthaltenen Ballaststoffe unterstützen zudem eine langsamere

Verdauung und ein anhaltendes Sättigungsgefühl und das enthaltene Eiweiß kurbelt die Fettverdauung an. Champignons erhalten verschiedenste B-Vitamine, diese unterstützen die Gesundheit unserer Nerven und Muskeln, helfen bei der Energieumwandlung, können für besseren Schlaf sorgen und zu einer ausgeglichenen Stimmung beitragen. Besonders hilfreich ist dabei auch das enthaltene Elektrolyt Kalium, welches für die Reizweiterleitung unseres Körpers super wichtig ist.

Das enthaltene Provitamin D hilft beim Speichern wichtiger ebenfalls in Champignons enthaltener Mineralstoffe wie Calcium und Phosphor und unterstützt den Schutz unserer Knochen, kann sogar Osteoporose vorbeugen. Champignons überzeugen außerdem mit enthaltenem Eisen und Kupfer. Besonders Eisen ist für den
Sauerstofftransport in unserem Blut unerlässlich. Wir können also ein durchweg positives Fazit über die leckeren, ganzjährig verfügbaren Speisepilze ziehen, deren Verzehr durch die vielen guten Inhaltsstoffe nicht nur gesundheitlich Gutes für uns tun kann, sondern durch enthaltenes Biotin und Folsäure auch auf unser Erscheinungsbild, in Form von Haut und Haaren, einen positiven Einfluss nehmen kann.

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